Wie sehr freuen wir uns doch auf Festtage wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten! Eine kleine Reise, etwas Zeit mit der Familie verbringen oder nur für uns sein. Wäre da nicht, ja, wären da nicht die eklatanten Kraftstoffkosten, die das Budget von vornherein so limitieren, dass der Familienurlaub in Paris zu einer Miethütte ohne Fernsehanschluss zusammenschrumpft. Von heut auf morgen lässt sich da wenig sparen. Wenn du allerdings über das ganze Jahr preiswert tanken würdest, würde es sich auszahlen – wir verraten dir, wie das geht!

Was macht Kraftstoff so teuer?

Die größten Rohöllieferanten Deutschlands sind Russland (35,7 %), Norwegen (13,7 %) und Großbritannien (10,9 %). Gut 102,5 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiteten deutsche Raffinerien 2015 – hauptsächlich zu Diesel. Gut 31 % des Öls gingen in die Produktion des Kraftstoffes. 19 % hingegen wurden zu Ottokraftstoffen verarbeitet.

preiswert-tanken-raffinerie.jpgRaffinerien und ölfördernde Länder erhalten nicht einmal die Hälfte des Preises, den du an der Tankstelle für einen Liter bezahlst

Zwar wächst die deutsche Wirtschaft und immer mehr Dieselfahrzeuge sind auch privat auf deutschen Straßen unterwegs, allerdings sind die Preise immer noch auf einem Niveau, welches um die Jahrtausendwende undenkbar schien.

Wurde das Rohöl gefördert und von den Raffinerien verarbeitet, ist schon fast die Hälfte des späteren Literpreises erreicht. 15 Cent/Liter bezahlst du allein für die Ökosteuer, weitere 65,45 Cent/Liter bei Benzin oder 47,04 bei Diesel. Die Mehrwertsteuer berechnet sich übrigens nicht nach dem reinen Warenwert des Öls, sondern wird erst auf die Mineralölsteuer gerechnet. So kommst du dann schnell auf einen prozentualen Versteuerungsanteil von fast 50 % auf deinen Liter Kraftstoff.

Zusammensetzung eines Liters Superbenzin:

- 32,29 Cent Produktpreis

- 65,64 Cent Mineralölsteuer

- 20,97 Cent Mehrwertsteuer

- 12,61 Cent Deckungsbetrag

= 131,32 Cent Verbraucherpreis

Den größten „Gewinn“ am Kraftstoff fährt somit grundsätzlich erst einmal der Staat ein, daran ist nichts zu ändern. Allerdings solltest du bei dieser Betrachtung auch nicht vergessen, dass von diesem Geld über Umwege auch Infrastruktur, Kindergärten sowie Zoos am Laufen gehalten werden.


Freie Tankstellen haben mit den Großanbietern sehr zu kämpfen

Wo lässt sich sparen?

Wie du oben gesehen hast, gibt es am Kraftstoffpreis leider kaum Stellschrauben. Die Steuer ist fest, die Preise für Raffinerien sind fest sowie der Preis des Rohöls. Lediglich bei den Preisen an den Tankstellen ließe sich somit ansetzen.

1. Lieber freie Tankstellen aufsuchen

Freie Tankstellen oder zu Supermärkten gehörende Tankstellen sind oftmals viele Cent billiger als die großen Ketten. Auch, wenn diese manchmal nur wenige hundert Meter von den großen entfernt liegen, lässt sich hier so richtig sparen. Teilweise drei Cent pro Liter sind da sicherlich drin! Am besten lassen sich diese Tankstellen via Smartphone finden. So bietet dir beispielsweise auch PACE die Möglichkeit, dich über das preiswerte Tanken in deiner Umgebung über den Tankstellenfinder zu informieren.

2. Fahrverhalten nochmal überdenken

Du kennst die Ampelschaltung deiner Stadt. Du weißt genau, dass bei glatten 50 km/h zwei Rotphasen auf der Strecke sind. Wieso also rasen und versuchen, diese durch 20km/h mehr zu „überspringen“? Dadurch musst du ziemlich stark abbremsen und gefährdest auch noch andere. Real an Zeit gewinnst du dadurch höchstens ein paar wenige Minuten. Mit dem Spritspartrainer von PACE hast du deinen persönlichen Coach immer dabei. So sparst du effektiv Kraftstoff, was sich auf deine Spritkosten auswirken werden.

3. Abends tanken

Wenn es möglich ist, solltest du abends deinen Kraftstoff wieder auffüllen. Preiswert tanken lässt sich am besten zwischen 18 und 21 Uhr. Zur Nacht ziehen die meisten Tankstellen die Preise dann wieder an, sodass dieser morgens am teuersten ist.

4. An der Tankstelle nur Tanken

Wenn es gut läuft, erhält der Tankstellenpächter pro Tankvorgang 2 Cent als Umsatz. Davon einen 24-Stunden-Dienst aufrecht zu erhalten, ist schier nicht möglich. Die Shops verkaufen deswegen nun mittlerweile neben Kaffee und Zeitschriften auch frische Brötchen und Getränke aller couleur. Mit diesen Macht eine Tankstelle laut Hochrechnung knapp 80.000 € Umsatz, mit denen sämtliche Kosten bestritten werden.


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Quellen: