Jaja, ein Bierchen in Ehren… Das wird doch noch gehen… Ich kenne meine Grenze ganz genau… Ich kann noch fahren… In einer halben Stunde bin ich wieder nüchtern…

Fallen Ausreden dieser Art, sollten die Austoschlüssel lieber im Aquarium deponiert werden. Zwar ist ein gewisser Alkoholpegel dem Verkehrsteilnehmer zugestanden, solang dieser sich nicht negativ auf die Fahrweise auswirkt und eine bestimmte Promillegrenze nicht übersteigt. Bis zum Jahre 2001 galt in Deutschland noch eine Promillegrenze von 0,8 %, diese wurde aus gutem Grund auf 0,5 abgesenkt.

Von den 14.334 Unfällen, an denen mindestens ein Teilnehmer unter dem Einfluss berauschender Mittel stand, sind im Jahr 2015 88,3 % unter Alkoholeinfluss geschehen. Allein 7.553 von diesen Beteiligten widerum, waren Autofahrer.

Promillegrenze: das sagt der Gesetzgeber

Im Allgemeinen wird angenommen, dass jemand, der einen Blutalkoholgehalt von 1,1 oder mehr Promille aufweist, fahruntüchtig ist. Bei einem Blutalkoholgehalt von 0,3 bis 1,1 Promille kann nicht automatisch von einer Fahruntüchtigkeit ausgegangen werden. Schließlich sind individuelle körperliche Merkmale zu verschieden, als dass sich ein gewisser Promillewert zwischen diesem Grenzbereich auf eine spezifische Art immer gleich äußern würde. Um die Fahrtüchtigkeit in diesem Spektrum zu definieren, müssen weitere Beweise angeführt werden, welche sich dann aus der Fahrweise oder dem Verhalten herleiten.

Promillegrenze: Mit diesen Strafen musst du rechnen

Ist ein Blutalkoholgehalt zwischen 0,5 und 1,09 Promille festgestellt worden, liegt grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeit vor – auch wenn der Fahrer nicht auffällig gewesen ist. Das Strafmaß richtet sich hier zum einen danach, ob eine Beeinträchtigung vorlag und ob dieses Vergehen schon einmal begangen wurde:

  • Bereits 1 Mal auffällig: 500 €, 2 Punkte & 1 Monat Fahrverbot
  • Bereits 2 Mal auffällig: 1000 €, 2 Punkte & 2 Monate Fahrverbot
  • Bereits 3 Mal auffällig: 1500 €, 2 Punkte & 3 Monate Fahrverbot

Bei einem Blutalkoholgehalt von über 1,1 Promille liegt eine absolute Fahruntüchtigkeit vor. Hier drohen jedem Fahrer Bußgelder in unterschiedlichen Höhen, drei Punkte im Flensburger Fahreignungsregister, der Führerscheinentzug für mindestens 6 Monate und gegebenenfalls auch eine Freiheitsstrafe, welche bis zu 5 Jahre betragen kann.

promillegrenze-kein-spass.jpgSpaß und Verantwortung in Einklang bringen.

Promillegrenze für Fahranfänger

Fahranfänger und junge Autofahrer gelten als die größte Risikogruppe, wenn es um das Verursachen eines Unfalls geht. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber für diese Gruppe im Jahr 2007 auch eine 0,0 Promillegrenze vorgeschrieben. Diese gilt für Jugendliche unter 21 Jahren sowie für Fahranfänger in der Probezeit. Betroffene Personen sollten dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich drohen den Anfängern und Jugendlichen empfindliche Strafen:

  • 250 € Bußgeld
  • Ein Punkt in Flensburg
  • Absolvieren einer Nachprüfung
  • Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre

Nicht unterschätzen: Den Restalkoholgehalt!

Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU)

Bei einem Blutalkoholgehalt von über 1,6 Promille erwartet dich nicht nur eine Sperrfrist, sondern auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung – liebevoll auch Idiotentest genannt. Da diese Untersuchung die grundsätzliche Eignung als Autofahrer beurteilt, können auch Wiederholungstäter oder Alkoholabhängige eine MPU verordnet bekommen. Fällt das Ergebnis der Untersuchung negativ aus, ist der Führerschein weg, allerdings kannst du eine MPU theoretisch auch so oft machen, wie du möchtest.

Das Herzstück der Untersuchung ist das psychologische Gutachten. Im Gespräch mit einem Psychologen wird dir dabei auf den Zahn gefühlt, ob du überhaupt verstanden hast, was dein Verhalten im Straßenverkehr bedeutet. Es geht nicht darum, dass du reumütig deine Vergehen zugibst und dir ein Tränchen hervorzauberst. Der Psychologe will schlicht und einfach herausfinden, ob du dein Verhalten selbst einschätzen kannst und keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer bist.

MPU: Das erwartet dich

Und wenn es doch mal ein Gläschen zu viel war…?

Die Freude des gelegentlichen Genusses alkoholischer Getränke in angenehmer Runde ist als menschliches Bedürfnis nachvollziehbar. Und wenn es doch mal etwas zu viel geworden ist, ist besonnenes Handeln gefragt. Das bedeutet, dass du dir ein Taxi rufen oder dich von Freunden nach Hause begleiten lassen solltest.

Um dein Auto brauchst du dich als PACE Nutzer dabei nicht sorgen. PACE weiß immer, wo du dein Auto abgestellt hast, da das System über eine integrierte Find-my-Car Funktion verfügt.