Pünktlich zum alljährlichen "O bis O"-Reifenwechsel holst du deine Sommerreifen das erste Mal wieder hervor. Auf den ersten Blick sehen sie super aus. Doch weißt du genau, dass die alten Gummis noch sicher sind? Wir erklären dir, wie du Reifenschäden erkennst.

Was sich unter der Oberfläche des Gummimaterials gebrauchter Autoreifen verbirgt, sieht oft nur der Profi. Von eindringender Feuchtigkeit durch kleinste Verletzungen bis hin zu Verätzungen können viele Missgeschicke und ein unsachgemäßer Gebrauch dir den Fahrspaß mit deinem Auto vermiesen.

Reifenschäden erkennen

Manchmal erleiden deine Autoreifen Schäden, ohne dass du du etwas dafür kannst. Manche Schäden sind leicht mit bloßem Auge zu erkennen, andere etwas schwerer. Die folgenden Profi-Tipps helfen beim Erkennen gefährlicher Schäden an Autoreifen.

Ausgebeulter Reifen

Beulen und Dellen:

Wenn du beim Reifenwechsel eine Beule an der Seitenwand eines Reifen entdeckst, bist du wahrscheinlich ungünstig über ein Hindernis gefahren und hast dir einen Stoßbruch zugezogen.

Diesen Schaden darfst du nicht ignorieren, da er zu schlimmeren Schäden führen kann. Die gute Nachricht: So manche Beule oder Delle entpuppt sich bei näherer Untersuchung als harmlose Einschnürung. In so einem Fall muss der Reifen nicht ausgetauscht oder repariert werden.

Gerissener Reifen

Einseitiger Verschleiß:

Eine falsche Achsstellung, ein fehlerhaftes Bremssystem oder defekte Stoßdämpfer können zu einer unregelmäßigen Abnutzung deiner Reifen führen. Ein Besuch in der Werkstatt kann helfen, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Diagonale Einbuchtungen:

So genannte „Auswaschungen“, die sich diagonal über das Reifenprofil ziehen, können eine Folge von kaputten Stoßdämpfern oder dem Fahren mit zu geringem Reifendruck sein. Aber auch beim ganz normalen Betrieb mancher Fahrzeuge, vor allem mit Frontantrieb, können solche Dellen entstehen.

Wenn du den Beginn solcher Auswaschungen bemerkst, wechsle am besten die betroffenen Reifen auf die Antriebsachse. Bei anhaltenden Problemen sprich mit deiner Werkstatt über die Spurwerte deines Autos und wirf auch einen Blick auf die Empfehlungen deines Fahrzeugherstellers.

Kaputter Autoreifen

Verfärbungen der Seitenwand:

Wenn du längere Zeit mit zu geringem Reifendruck gefahren bist, können deine Reifen thermisch und mechanisch überansprucht sein. Das führt unter Umständen dazu, dass die einzelnen Aufbauteile des Reifens (Gummimischungen) sich von einander trennen.

Wenn du ein solches Problem bemerkst, lasse dir beim Reifenwechsel unbedingt auch neue Ventile (ggf. sogar Felgen) einsetzen.

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