Ob klobiger Bernhardiner, verspielter Shi-Tzu oder ein gesittetes Pärchen Pudel; am liebsten nehmen wir unsere tierischen Begleiter doch überallhin mit. Insgesamt verwöhnt der Deutsche seine Tiere sehr, was sich aus den stetig steigenden Ausgaben für Heimtierfutter und -zubehör ablesen lässt. Doch während die Fellnase zu Hause das beste Futter bekommt, sind noch längst nicht alle Hundehalter ausreichend dafür sensibilisiert, dem Hund auch unterwegs den besten Schutz zukommen zu lassen.

Durchschnittliche Kosten ausgewählter Hunderassen über ihre gesamte Lebensdauer in Deutschland (in €)


Yorkshire-TerrierRottweilerLabrador-Retriever
Anschaffung1.000 1.4001.600
Tierarzt1.7601.2601.560
Zubehör570580600
Futter8.40018.90017.280
Versicherung1.4009001.200
Steuer*2.2409.0001.920
Sonstiges19.18013.77015.960
Insgesamt 34.550 45.81040.120



Alle weiteren Informationen zur Statistik findest du auf Statista

Noch immer fahren viele Hundehalter mit ihrem Liebling auf dem Beifahrersitz oder ungesichert auf der Rückbank herum. Der gutgemeinte Freiraum im Wageninneren kann dem Tier jedoch bei einem Unfall zum Verhängnis werden.

Crashtest mit Hunde-Dummies zeigen, was dem Hund unterwegs bei einem Unfall passieren kann.

Haustiere im Auto sichern – welche Vorschriften gibt es?

Es gibt keinen expliziten Paragraphen in der Straßenverkehrs-Ordnung, welcher dir vorschreibt, wie du dein Tier im Auto zu sichern hast. Bist du mit deinem Haustier im Auto unterwegs, stellen diese rechtlich gesehen eine Ladung dar. Demnach fordert der § 22 der Straßenverkehrs-Ordnung:

„(1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.“

Du bist demnach dazu angehalten, das Tier im Fahrzeuginneren so zu sichern, dass diesem bei einer Vollbremsung oder gar einem Unfall durch Herumfliegen nichts passieren kann. Des Weiteren definiert § 23 der StVO („Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden“):

„(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet.“


Auch, wenn es für das Pony etwas beengt ist, hat der Fahrer seine Pflichten erfüllt und kann das Tier weitertransportieren. Die Beamten haben sich davon überzeugt, dass es dem Tier gut geht.

Mit dem Hund unterwegs: am besten im Kofferraum

Am sichersten bringst du deinen Hund im Kofferraum unter. Die ebene Fläche kommt dem Tier entgegen und du gefährdest dich im Falle eines Unfalls nicht selbst. Ein Gitter, welches die Rückbank und den Kofferraum zusätzlich abtrennt, empfielt sich. Hier sollte allerdings kein einfaches Netz gespannt werden, sondern ein massives Gitter, welches die Kräfte eines 20 Kg schweren Hundes gegebenenfalls auch aushält.

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Diese Gadgets helfen dir beim sicheren Transport

Besonders empfehlenswert sind die Produkte der Firma Travall*. Diese produzieren markengenau das Gitter, welches du für dein Modell benötigst. Diese Passgenauigkeit hat leider auch ihren Preis. Zwar musst du für ein passendes Gitter schnell einen dreistelligen Betrag einplanen, allerdings ist dies eine Anschaffung für mehrere Jahre. Bedenke bei deinen Überlegungen auch, dass diese Investition sich im Falle des Falles auszahlt, da dieses Gitter deinem Tier möglicherweise das Leben retten kann und dich selbst ebenfalls vor schweren Verletzungen schützt.

Neben dem Anbringen des Gitters ist der Einbau einer Hundebox in Ergänzung dazu das wohl sicherste Transportmittel. Diese Boxen gibt es in vielen Farben und Ausführungen. Als Grundregel solltest du hier jedoch grundsätzlich auf metallische Boxen zurückgreifen. Klappbare Stoffboxen sehen zwar flauschiger und gemütlicher aus, bieten bei einer Vollbremsung allerdings absolut keinen Schutz.

Aluboxen gibt es mittlerweile in vielen Größen, Ausführungen und Preisklassen. Ob für einen mittelgroßen Hütehund* oder ein eingespieltes Collie-Pärchen*, du kannst die Boxen passgenau auf deine Situation im Kofferraum unterbringen. Möglicherweise wird dein Tier sich anfangs etwas sträuben, sich im Kofferraum in solch einer Box unterbringen zu lassen. Aber mit Beharrlichkeit und Einfühlungsvermögen wird auch dieses Unterfangen gelingen. Dauert die Eingewöhnungsphase an die Box außerordentlich lange, kann auch eine Hundeschule Abhilfe schaffen.

Grundsätzlich verzichten solltest du auf Halsgurte für Hunde. Ein Adapter verbindet das Halsband mit dem Anschnallgurt und soll dem Tier suggerieren, dass es nicht eingesperrt ist. Doch spätestens nach einer Vollbremsung kommt das böse Erwachen. Strangulation oder Genickbrüche können hier durchaus vorkommen.

Ein Hundegeschirr ist da die bessere Alternative. Das Geschirr bietet mehrere Fixpunkte und verteilt die bei einem Unfall oder einer Vollbremsung auftretenden Kräfte auf den ganzen Körper, statt punktuell auf einer Stelle wie bei einem Halsband. Für ein qualitativ hochwertiges Geschirr* sind allerdings auch hier etwas höhere Anschaffungskosten einzuberechnen. Dafür lässt sich dies auf einem Ausflug auch gleich tragen und als Spaziergeschirr weiterverwenden. Beachte beim Kauf, dass es die Geschirre in verschiedenen Größen gibt. Zwischen XS und L ist alles dabei, was das Hundehalterherz begehrt.

Concept-Cars für den Hundebesitzer

Den Herstellern ist natürlich bewusst, dass in ihren Fahrzeugen nicht nur Menschen transportiert werden. So haben sich die Designer nicht lumpen lassen und ihre Vorstellungen von Auto, das eingespielte Mensch-Hunde-Teams begeistert, in die Realität umgesetzt!

Concept-Car Honda W.O.W

Eher ein Gag als wirklich alltagstauglich. Wer will seinen Chihuahua denn im Handschuhfach unterbringen?

Concept Car Nissan X Trail 4 Dogs

Ein Auto mit integriertem Hunde-Friseur. Vielleicht nicht unbedingt nötig – aber auf jeden Fall eine coole Idee!

Zwar wird es diese Autos so leider nicht für den freien Verkauf geben, allerdings ist es als Hundehalter schön zu sehen, dass die Bedürfnisse der Vierbeiner in das Auto-Design aufgenommen werden. So steht dem Abenteuer mit der Fellnase eigentlich kaum mehr etwas im Wege. Um eure Abenteuer in Wald und Flur abzurunden, liefert PACE dir zudem eine spannende Hilfe. Mit der „Find-my-Car“-Funktion kannst du dich auf jedes Abenteuer einlassen. PACE weiß immer, wo dein Auto steht und führt dich zuverlässig hin!

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