Ist die erste Freude über den zur Verfügung gestellten Firmenwagen erst einmal verflogen und du fängst damit an, dich mit den Folgen zu beschäftigen, findest du dich schnell in einem Dschungel wieder. Schnell kann der Firmenwagen nämlich ganz schön teuer werden – zählt er doch als geldwerter Vorteil. Doch was genau bedeutet das für dich?

Geldwerter Vorteil bei Firmenwagen - was ist das?

Ein Dienstwagen, umgangssprachlich auch Firmenwagen genannt, ist ein Fahrzeug, welches dir von deinem Betrieb zur Verfügung gestellt wird. Diese Definition ist natürlich sehr schwammig, allerdings existiert auch keine genaue gesetzliche Definition. Bedenkt man, dass im Jahr 2014 neben SUVs (5,2 %) auch Sportwagen (1,4 %) und sogar Wohnmobile (0,3 %) als Firmenwagen (Quelle: Statista) neu zugelassen wurden, ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Lediglich für das Steuerrecht ist die Verwendung eines Dienstwagens interessant, da du diesen dort jedes Jahr versteuern musst.

Das Finanzamt sieht in deinem Dienstwagen nämlich einen Teil deines Lohnes. Da du diesen Teil allerdings nicht in Form von Geld auf dein Konto überwiesen bekommst, sondern er dir in dieser „naturalistischen“ Form zur Verfügung gestellt wird, muss er auf andere Weise versteuert werden. Neben einem Dienstwagen können auch andere Sachleistungen als geldwerter Vorteil Bestandteil deines Gehaltes sein. Dies betrifft beispielsweise Datenverarbeitungsgeräte wie Laptops, Smartphones oder Computer sowie den Personalrabatt bis zu einer Höhe von 1080 Euro.

Steuer-Experten raten dazu, ein Fahrtenbuch zu führen

Wie du deinen Firmenwagen versteuerst

Es ist gar nicht so einfach, eine Sachleistung wie einen Pkw angemessen und gerecht zu versteuern. Mit jedem gefahrenen Kilometer verliert dieser nämlich an Wert. Schon wenn der Wagen das erste Mal die Straße berührt, sind vermutlich bereits mehrere tausend Euro vom ursprünglichen Neuwagenpreis futsch. Nach dem ersten Jahr ist mit durchschnittlich 25 % Wertverfall zu rechnen. Doch bezöge das Finanzamt solcherlei Faktoren des Wertverlustes mit ein, würde die Berechnung der Besteuerung deines geldwerten Vorteils am Dienstwagen das Verfahren unglaublich in die Länge ziehen.

Kommt dann noch erschwerend hinzu, dass der Dienstwagen auch noch privat genutzt werden kann, du deinen geldwerten Vorteil vom Firmenwagen also aktiv nutzt, müsste das Amt theoretisch jede einzelne Fahrt auswerten. Das deutsche Steuerrecht ist kompliziert, jedoch ist man versucht, es an möglichen Stellen für den Einzelnen etwas leichter zu machen. Bei der Versteuerung von Dienstwagen hat man sich demnach auf zwei grundsätzliche Wege geeinigt:


  • 1 %-Regelung

  • Fahrtenbuch

Fahrtenbuch oder Ein-Prozent-Regelung? Der Experte erklärt den Unterschied

Mit welcher Methode fahre ich besser?

Grundsätzlich lässt es sich nicht sagen, mit welcher Methode du den geldwerten Vorteil deines Firmenwagens besser versteuerst. Viele zum Teil auch sehr private Faktoren spielen bei der Nutzung und den sich daraus ergebenden Versteuerungsmethoden eine entscheidende Rolle - beispielsweise schon allein die Frage, ob und wie weit du deine Kinder morgens in die Schule bringst. Im Allgemeinen kommt es nämlich darauf an, wie viel du den Wagen privat nutzt.

Je mehr du privat fährst, desto mehr musst du versteuern. Bewegst du den Wagen zu 40 % oder mehr privat, solltest du eher die 1 %-Regelung in Erwägung ziehen. Hier versteuerst du monatlich pauschal 1 % des Bruttolistenpreises. Je teurer dein Modell ist, desto mehr musst du dabei natürlich zahlen. Pro Weg zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz fallen zudem weitere 0,03 % des Bruttolistenpreises pro Kilometer an. Diese Methode ist insgesamt sehr bequem und zudem ohne große Rechnerei verbunden.

Firmenwagen versteuern: pauschal oder nach tatsächlichem Gebrauch?

Für die zweite Versteuerungsmethode musst du genauestens Buch darüber führen, wann dein Dienstwagen wohin bewegt wurde und welche Ausgaben du mit diesem hattest. Abschreibungen, Leasingraten, Reparaturen, Kfz-Steuer, Versicherungen und Kraftstoffkosten werden summiert und durch die insgesamt gefahrenen Kilometer dividiert. Somit weißt du, wieviel das Fahrzeug pro Kilometer an Unterhalt kostet. Diese kilometergenaue Ziffer wird nun auf deine Privatfahrten angewendet. Diese Summe wird dir als private Nutzung angerechnet und muss nun versteuert werden.

Zwar klingt es sehr aufwendig, diese Methode des Fahrtenbuches zu führen, allerdings wird sich dies bei geringer Privatnutzung am Ende des Steuerjahres für dich auszahlen. Sogar vierstellige Summen kannst du damit im Vergleich zur 1 %-Regelung sparen. Mit PACE schreibt sich dein Fahrtenbuch nun auch fast von ganz allein. Es zeichnet automatisch sämtliche Fahrten für dich auf, und du musst am Ende der Fahrt nur noch angeben, ob die Tour privat oder geschäftlich gewesen ist. Mit einem elektronischen Fahrtenbuch sparst du nicht nur Geld, sondern auch noch sehr viel Zeit.

Mit PACE wird das Führen des Fahrtenbuches nun zum Kinderspiel!

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