Sobald die Radarfalle zuschnappt, wendet sich der erste Blick sofort dem Tacho zu. Schließlich ist es nicht unerheblich, mit welcher Geschwindigkeit man geblitzt wurde. Der Strafenkatalog für das zu schnelle Fahren sieht immerhin eine Spanne von 15 bis zu 680 Euro vor. Zudem können auch Punkte und ein Fahrverbot fällig werden.

Ob in einer Tempo-30-Zone, im Tunnel oder auf der Autobahn – geblitzt werden kannst du überall. Meistens dauert es auch nicht lange, bis du den Bußgeldbescheid im Briefkasten hast und du deine Schulden bei Stadt oder Kommune begleichen kannst. Bis zu 20 km/h bleibt dein Fauxpas auch relativ folgenlos. Zwar ist es ärgerlich, 15 bis 35 Euro für die Unaufmerksamkeit zu zahlen, aber der lehrende Effekt sollte schließlich eintreten.

Geblitzt: so solltest du dich verhalten

Die Höhe deines Bußgeldbescheides sowie deine eventuelle Strafe hängen davon ab, wie schnell du gewesen bist. Hat dich ein fest installierter Blitzer ins Visier genommen, wirst du erst mit der Post darüber informiert, welche „Buße“ du zu leisten hast.

Stehen die Beamten allerdings direkt an der Straße, um Sündenböcke herauszuwinken, kannst du dich quasi sofort über deine gemessene Geschwindigkeit informieren. Auf keinen Fall machst du auf irgendeine Weise ein Schuldeingeständnis. Dazu zählt auch, dass du dich aus der Situation herauszureden versuchst. Lasse dir von den Beamten ganz einfach erklären, was dir vorgeworfen wird frage eventuell nach.

geblitzt-von-der-polizei-anhalten.jpgBei mobilen Blitzern wirst du auch mal gleich persönlich herausgewinkt

Das Bußgeld nach dem Blitz

Je nachdem, wie hoch deine Geschwindigkeitsübertretung gewesen ist, kannst du mindestens mit einem Bußgeld, bei massiveren Verstößen aber auch mit einem Punkt im Fahreignungsregister sowie einem Fahrverbot rechnen. Grundlegend wird bei der Festsetzung der Strafe unterschieden, ob du dich innerhalb eines Ortes oder aber außerhalb hast blitzen lassen.

Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitung

Außerorts

Überschreitung Bußgeld Punkte Fahrverbot
bis 10 km/h10 €
11 - 15 km/h20 €
16 - 20 km/h30 €
21 - 25 km/h70 €1
26 - 30 km/h80 €1
31 - 40 km/h120 €1
41 - 50 km/h160 €21 Monat
51 - 60 km/h240 €21 Monat
61 - 70 km/h440 €22 Monate
über 70 km/h600 €23 Monate

Innerorts

Überschreitung Bußgeld Punkte Fahrverbot
bis 10 km/h
bis 10 km/h15 €
11 - 15 km/h25 €
16 - 20 km/h35 €
21 - 25 km/h80 €1
26 - 30 km/h100 €1
31 - 40 km/h160 €21 Monat
41 - 50 km/h200 €21 Monat
51 - 60 km/h280 €22 Monate
61 - 70 km/h480 €23 Monate
über 70 km/h680 €23 Monate

Quelle: bussgeld-info.de

Bedenke, dass es sich bei Bußgeldern von unter 60 € rechtlich um ein Verwarngeld handelt. Dein Vergehen wird dabei nicht von anderen Stellen oder Behörden registriert. Hier bietet dir deine Behörde quasi eine Verkürzung des Verfahrens an. Indem du das Geld zahlst, ist dem somit Genüge getan. Bleibst du dieses Verwarngeld schuldig, kann im Anschluss ein Bußgeldverfahren gegen dich eingeleitet werden.

Bußgeld dank Blitzer: Ist der Bescheid richtig?

Bei kleineren Beträgen, die beim Geblitztwerden fällig sind, ist es in der Regel nicht sinnvoll, einen Einspruch einzulegen und den Verstoß somit auf mehrere Schreibtische innerhalb einer Behörde zu verteilen.
Sollte der Vorwurf eventuell auf Punkte oder gar ein Fahrverbot hinauslaufen, solltest du einen Anwalt für Verkehrsrecht konsultieren. Dieser wird sich bei begründeten Bedenken mit der Behörde auseinandersetzen und die Rechtmäßgkeit des Vorwurfs prüfen.

Teuer: Im Ausland geblitzt werden

Etwas unübersichtlicher verhält sich der Sachverhalt, wenn du im Ausland geblitzt worden bist. Hier kann es sich zum einen hinziehen, bis du einen Bußgeldbescheid erhältst. Seit 2010 gibt es die Regelung, dass Bußgelder aus dem europäischen Ausland erst ab einer einer Grenze von mindestens 70 € bearbeitet und vollstreckt werden.

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