Ist dein Auto kaputt, fährst du damit in die Werkstatt deines Vertrauens. Dort wird dann nach allgemeinem Verständnis so lange daran gearbeitet, bis der Fehler behoben ist. Du bezahlst, fährst nach Hause und die Sache hat sich erledigt. Doch was, wenn deine Werkstatt dir partout nicht helfen kann?

Zugegeben: Früher war es wirklich einfacher. Wollte das Auto nicht mehr anspringen oder machte komische Geräusche, wurde die Motorhaube geöffnet und mit etwas Glück war das Problem gleich gefunden.

Komplexe Elektronik erschwert Fehlersuche

Berühmte Tipps wie das Mitführen einer Nylonstrumpfhose, damit ein gerissener Keilriemen übergangsweise ersetzt werden kann, zeugen von einer einst friedlichen Koexistenz von Fahrer und Gefährt.

Heute sieht das Ganze ein bisschen anders aus: Öffnest du die Motorhaube deines neuen Audi, VW oder BMW, findest du dort auf den ersten Blick keine Mechanik mehr, denn sauber durchgestylte Hartplaste verdeckt das Herz deines Kfz.

Ohne Werkzeug hast du keine Chance. Auch sorgt immer mehr Elektronik am und im Fahrzeug für immer neue potentielle Fehlerquellen.

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Bevor die Werkstatt das Auto auseinanderbaut, wird zuerst nach Fehlercodes gesucht

Ein Fehler, unzählige mögliche Ursachen

Leider ist es nicht immer möglich, für ein Symptom auch gleich die passende Diagnose zu finden. Jede Stunde, die der Mechaniker mit der Fehlersuche beschäftigt ist, kostet natürlich Geld.

Je länger die Suche dauert, desto höher musst du demnach auch die Kosten kalkulieren. Kann die letztendliche Diagnose erst nach der dritten Überprüfung einer möglichen Ursache gefunden werden, ist meist schon viel Zeit verstrichen und die Rechnung wird entsprechend hoch sein.

Wenn die Werkstatt den Fehler nicht findet

Eine Werkstatt ist generell dazu angehalten, dir keine unnötigen Kosten bei der Suche nach der Ursache eines Fehlers zu verursachen und diese systematisch durchzuführen (Oberlandesgericht Köln, Az. 2 U 25/76).

Kann deine Werkstatt die Ursache der Fehlermeldung partout nicht finden, bist du natürlich trotzdem verpflichtet, die Arbeitszeit der Mechaniker sowie auch die Arbeitsmittel, die eingesetzt wurden, zu vergüten.

Am sinnvollsten ist es, wenn du den Arbeitsauftrag an die Werkstatt schriftlich erteilst. Im Streitfall kann ein Gutachter so nachprüfen, ob die Werkstatt sich an die handwerklich vorgegebene Systematik gehalten hat.

Wird die eigentliche Ursache des Fehlers nicht beseitigt, kannst du noch weitere Werkstätten aufsuchen und einfach hoffen, dass ein Mechaniker die rettende Idee hat. Allerdings wird sich dies recht schnell zu einem sehr teuren Vorgehen entwickeln.

Fehlersuche selbst in die Hand nehmen

Schon lange kannst du Diagnosegeräte erwerben, mit denen du über den OBD2-Port selbst den Speicher auslesen kannst. Das Gerät wird dir einen mehrstelligen Code anzeigen, mit dem du weiter erst einmal nichts anfangen kannst.

Im nächsten Schritt musst du herausfinden, was genau die kryptischen Ziffern bei deinem Automodell bedeuten und welche Korrektur nun genau erforderlich ist.

Mittlerweile gibt es auf dem Markt immer mehr Geräte, mit denen du diese Diagnose selbst durchführen kannst. Allerdings sind nur die wenigsten davon tatsächlich alltagstauglich und bieten dir auch gleichzeitig die Möglichkeit einer entsprechenden Dateninterpretation.

Eine der einfachsten Methoden ist PACE. Die Fehlercode-Analyse bietet dir Lösungsvorschläge, mit denen du viele Fehler selbst beheben kannst.

Sollte dies nicht gelingen, ist natürlich eine Werkstatt aufzusuchen. Doch auch hier kann PACE dich unterstützen. Da du deine Fahrzeugdaten mit deinem Smartphone stets bei dir führst, kannst du der Werkstatt somit schon einen wichtigen Hinweis auf den Fehlerverlauf geben.