Träumst du auch von deiner eigenen kleinen Autowerkstatt? Do-It-Yourself-Tutorials gibt es genügend, also steht dir eigentlich nichts im Weg. Neben einem ordentlichen Platz zum Schrauben brauchst du natürlich vor allem eines: Richtig gutes Werkzeug.

Tatsächlich ist die Anschaffung des eigenen Profi-Werkzeugs keine preisgünstige Angelegenheit. Die gute Nachricht ist, dass du das ausgegebene Geld direkt wieder hereinholst, sobald du erst einmal angefangen hast, dein Auto selbst zu reparieren und Fehlercodes zu beheben.

Werkzeug

Geld zu sparen steht für die meisten Hobbyschrauber aber nicht unbedingt im Vordergrund. Es geht ihnen vor allem um den Spaß am Schrauben und das Erfolgserlebnis – die erste eigene Schweißnaht am lädierten Auspuff ist schon etwas Besonderes.

Du musst deine Werkstatt auch nicht auf einen Schlag einrichten, sondern kannst dir in regelmäßigen Abständen ein neues, gutes Werkzeug gönnen. Praktisch: Ab jetzt wissen deine Freunde auch immer, was sie dir zum Geburtstag schenken wollen.

Übung macht den Kfz-Meister

„Nach fest kommt kaputt“ ist eine alte Schrauber-Weisheit. Selbst das perfekteste Werkzeug wird dir nicht das handwerkliche Geschick ersetzen, das du benötigst, um Autoreparaturen selbst durchzuführen.

Deshalb mache dich nicht gleich an die Arbeit, wenn du dein neues Schraubenschlüssel-Set in den Händen hältst, sondern eigne dir zuerst ein wenig theoretisches Wissen an. Der eine oder andere Online-Ratgeber wird dir dabei helfen.

Autoreparatur

Der beste Ort für eine Autowerkstatt

Natürlich brauchst du zunächst einmal einen guten Platz, um deine Werkstatt einzurichten. Dieser Ort sollte trocken und windgeschützt sein, damit du bei jedem Wetter am Auto schrauben kannst.

Achte auf die Deckenhöhe, da die meisten Arbeiten nur unter dem Auto erledigt werden können. Oder du entscheidest dich statt der Hebebühne für eine Werkstattgrube. Der Bau einer Grube ist aber deutlich aufwendiger. Es muss viel geplant, genehmigt und beachtet werden.

Auch brauchst du einen soliden Fußboden, der extrem belastbar und pflegeleicht ist. Ein einfacher Betonboden ist durch herauslaufendes Öl leicht angreifbar und sollte deshalb versiegelt werden. Hierfür gibt es spezielle Farben, die auch für Ölwannen geeignet sind.  

Wichtige Werkzeuge für Autoschrauber

Gutes Werkzeug ist nicht nur sicherheitsrelevant, sondern macht auch viel mehr Spaß beim Arbeiten. Also Finger weg vom günstigen Schlüssel-Set aus dem Baumarkt. Du brauchst richtig gutes Material.

Ein toller Tipp ist, dich nach Werkstattauflösungen in deiner Nähe umzuhören und dein neues Werkzeug dort einfach gebraucht zu kaufen. Folgende Werkzeuge wirst du im Laufe deiner Hobbyschrauber-Karriere brauchen:

Inbusschlüssel

Innensechskant- und Inbusschlüssel helfen dabei, Zylinderkopfschrauben verschiedener Größen zu lösen und festzuziehen.

Maulschlüssel und Ringschlüssel

Hochwertige Industriequalität mit starker Biegefestigkeit ist ein Muss. Deine Schraubenschlüssel werden härtester Dauerbeanspruchung ausgesetzt sein.

Ratschenkasten

Besonders für schwer zugängliche Stellen sind die Ratschen praktisch.

Kerzenschlüssel

Für den Ein- und Ausbau von Zündkerzen gibt es einen speziellen Schlüssel in verschiedenen Größen.

Drehmomentschlüssel

Autoreifen müssen mit dem richtigen Drehmoment montiert werden. Das Werkzeug hierfür ist ein Schraub- und Messwerkzeug gleichzeitig.

Schraubendreher

Hierzu müssen wir dir wohl nicht mehr viel erklären. Ein Set mit verschiedenen Aufsätzen erleichtert die Arbeit.

Kombizange, Seitenschneider, Wasserpumpenzange

Den Seitenschneider kannst du dir eigentlich sparen, sofern du eine Kombizange besitzt. Für die Arbeit an den Bremsen ist die Wasserpumpenzange von Vorteil.

Drahtbürste

Gegen hartnäckigen Schmutz und Rost an den Radschrauben kannst du diese Bürste sehr gut gebrauchen. Auch der Bremssattel freut sich ab und zu über eine kleine Schrubber-Kur.
bremsen-wartung.jpg

Messschieber

Viele Abstände, Breiten und Tiefen rund um Reifen, Felgen und Bremsscheiben werden mit dem Messschieber kontrolliert. Man nennt ihn auch „Schieblehre“ oder „Messlehre“ und es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen.  

Prüflampe

Beim Einbau von Alarmanlagen, Lichtschaltern, Radios und anderen elektronischen Teilen hilft ein Spannungsprüfer mit Prüflampe.

Montagehebel

Diese Hebel machen eine materialschonende Montage und Demontage verschiedenster Teile am Auto erst möglich. Montagehebel gibt es in vielen Formen. Vor allem werden sie für die Reifenmontage oder zum Entfernen von Türverkleidungen, Schutzklappen und Zierleisten verwendet.

Feilensatz

Karosseriefeilen werden nicht nur im Karosseriebau benötigt, sondern auch für Feinarbeiten an Blechen und Kunststoffen.

Winkelschleifer und Eisensäge

Für Reparaturen am Auspuff werden manchmal ein Winkelschleifer oder eine Eisensäge benötigt.

Hebebühne

Wie erwähnt, kannst du dich zwischen einer Werkstattgrube und einer Hebebühne entscheiden, um Arbeiten unter dem Auto auszuführen. Die Entscheidung solltest du auch von der Deckenhöhe in deiner Hobbywerkstatt abhängig machen.

Schweißgerät

Der Moment, wenn in deiner Werkstatt endlich die Funken sprühen, ist wie ein zweites Weihnachten. Dennoch: Schweißen ist etwas für Profis, deshalb lies dir vorher am besten den Ratgeber zu Schweißgeräten und -techniken durch.

OBD2-Diagnose-Adapter für Fehlercodes

Wenn es um die innere Elektronik deines Autos geht, kommst du mit Schraubenschlüsseln und Schwingschleifern natürlich nicht besonders weit. Für diese Fälle gibt es ein ganz besonderes Werkzeug, das du einfach in die Diagnoseschnittstelle deines Autos stecken kannst: PACE.

Das System verbindet den Bordcomputer deines Autos mit deinem Smartphone, liest für dich bestehende Fehlercodes aus, erklärt diese und gibt dir auch Handlungsempfehlungen. Zusätzlich zur Fehlercodeanalyse hat dieses Smartcar-Gadget noch 8 andere Funktionen, die das Autofahren stressfreier, günstiger und sicherer machen.

Eine gute Autowerkstatt ist unersetzbar

Ein ernstes Wörtchen zum Schluss: So schön die Leidenschaft für das Kfz-Handwerk als Hobby auch sein mag, hin und wieder brauchst du einfach die Werkstatt deines Vertrauens.

Es geht hier nicht nur um die einhundertprozentige Sicherheit, die dir nur ein Kfz-Profi geben kann. Auch Spezialwissen zu jeder Automarke, Zertifizierungen und gute Netzwerke sind Gründe dafür, regelmäßig bei deinem Kfz-Mechaniker vorbeizuschauen.