Sobald du eine Ski- oder Winterwanderreise planst, solltest du dir bereits Gedanken darüber machen, welche Schneeketten zu dir und deinem Auto passen. Die PACE-Redaktion hilft dir bei der Auswahl und sagt dir auch, ob und wann du wirklich Schneeketten brauchst.

Brauche ich wirklich Schneeketten?

Um im Schnee vorwärtszukommen, brauchst du nicht zwingend Schneeketten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, die einen ähnlichen Zweck erfüllen.

Vom Spray bis hin zu Reifensocken erfüllen alle Alternativen grundsätzlich den gleichen Zweck: Die Oberfläche des Reifens wird verändert, sodass diese griffiger wird und das Auto besser vorankommt.

Wann du wirklich nicht ohne Schneeketten fahren darfst, erfährst du in unserem Artikel zur Winterreifenpflicht.

panel-1156298.jpgSobald dir dieses blaue Schild begegnet, besteht Schneekettenpflicht – andernfalls drohen schnell 70 Euro Strafe!

Schneeketten aufziehen – wie geht das?

Grundsätzlich gilt, dass du die Ketten bereits vorab mindestens einmal an- und abgelegt haben solltest, damit dir das Handling vertraut ist.

Das kann dir im Notfall wertvolle Zeit retten. Schließlich können dir verschneite Straßen auch abseits der ausgewiesenen Schneekettenpflicht-Gebiete begegnen.

Wie fährt man mit Schneeketten?

Gerade für das erste Mal ist das Fahren mit den Ketten sehr ungewohnt. Spezielle Testflächen sind rar, weswegen du dich bereits im Vorhinein auf veränderte Reaktionen deines Autos einstellen solltest:

  • Mit Schneeketten darfst du nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren.

  • Fährst du einen Wagen ohne ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm), musst du dich auf eine veränderte Fahrdynamik einstellen. Während Hecktriebler hier zum Untersteuern neigen, solltest du dich bei deinem Frontantriebler auf ein mögliches Übersteuern einstellen.

  • Bitte wirf noch einen Blick in die Gebrauchsanleitung deines Autos. Hier werden nochmals wichtige Informationen zum individuellen Gebrauch von Schneeketten gemacht.

Schneeketten-Test: Das sind die Gewinner

Einen brandaktuellen ADAC Schneeketten-Test konnten wir leider für dich nicht finden. Beim Test des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Clubs (ÖAMTC, das österreichische Pendant zum ADAC) ist aber keine der getesteten Ketten durchgefallen.

Zwar überzeugten nicht alle in der Handhabung und spätestens beim Material-Belastungs-Test auf dem Asphalt gaben die ersten Ketten auf, allerdings erfüllen grundlegend alle getesteten Exemplare ihre Aufgaben.

Hier findest du die drei Schneeketten, die in Handhabung, Material und im Preis die Tester überzeugt haben:

Thule

Das schwedische Unternehmen Thule steht für nordische Qualität und bietet neben Schneeketten auch diverses anderes Zubehör für das Auto an. Ordentlich im Test abgeschnitten hat das Modell CL-10*, welches vor allem mit schneller und einfacher Demontage punktet. Ein anschließendes Nachspannen entfällt bei diesem Modell ebenfalls. Mit 90 Euro punktet die Kette auch im Preis.

Pewag

Die Schneeketten von Pewag* werden einfach auf dem Boden um den Reifen herumgelegt und die beiden Endstücke oben im Radkasten miteinander eingehakt. Das besondere Plus: Das Einrasten der ineinandergreifenden Zähne ist deutlich zu hören und du weißt, ob die Kette richtig verschlossen ist. Mit 86 Euro sind die Ketten preislich absolut im Rahmen - sie verrutschen nicht und müssen auch nicht mehr mit der Hand nachgespannt werden. Zudem sorgt der Felgenschutz dafür, dass keine hässlichen Kratzer entstehen.

Easy2go

Die Easy2go* Schneeketten von RUD überzeugen durch die Montage im Stand und die Mitgabe von Handschuhen in der mitgelieferten Tasche. Die Kette spannt sich beim Anfahren selbst, was gerade für schlechtes Wetter während der Montage ein sehr angenehmer Sachverhalt ist. Allerdings ist das Anbringen vorher dringend einzuüben. Zwar ist mit ein wenig Gefummel das richtige Häkchen schnell an der vorgesehenen Stelle verhakt, allerdings sollte man sich diesen cleveren Mechanismus vorher in Ruhe angesehen haben.

Fazit: Schneeketten müssen robust sein

Auffallend ist, dass sich die Systeme bereits in ihren Materialien zu unterscheiden beginnen. Dies macht sich auch im Preis bemerkbar.

Zwar solltest du nun wirklich nicht die billigsten Ketten für knapp 27 Euro kaufen, doch müssen es auch nicht gleich die für über 400 Euro sein.

Wichtig ist, dass du die Ketten bequem anlegen kannst und das Gefühl hast, dass sie dich sicher transportieren. Die Testsieger punkten allesamt mit solider Verarbeitung und robuster Beständigkeit zu einem wirklich fairen Preis.

Wie werden die verschiedenen Ketten montiert?





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