Entgegen vieler Vorurteile hat das richtige Einparken nichts mit dem Geschlecht des Fahrers zu tun. Wichtig ist, dass es regelmäßig durchgeführt und geübt wird. Und auch, wenn es noch so sehr lockt, sich immer auf den Parklenkassistenten zu verlassen, kann dieser schließlich irgendwann auch einmal ausfallen. Damit das Ganze dann nicht im Desaster endet, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt, damit Manöver wie diese ausbleiben:

via GIPHY

Wieso ist rückwärts einzuparken für viele so schwierig?

Rückwärts fährt man nur selten. Deswegen ist es für viele so vertrackt, das Auto auch entgegen der Fahrtrichtung richtig zu lenken. Das Gehirn ist es nun einmal gewohnt, dass die Richtung, in die wir lenken auch die ist, in die wir fahren. Beim Rückwärtsfahren ist die Blickrichtung nun eine vollkommen andere, was das Köpfchen schnell verwirren kann.

Wir haben in der Fahrschule gelernt, dass wir in die Richtung schauen sollen, in die wir fahren. Der Vorteil ist, dass wir so ein größeres Sichtfeld haben und eventuelle Hindernisse besser sehen können. So mancher erfahrene Autofahrer schwört allerdings darauf, dass er allein anhand der Spiegel seinen Pkw sicher steuern kann.

So schwer kann es nicht sein!

Mit den richtigen Fixpunkten ist das rückwärts Einparken gar nicht so schwer. Jahrzehntelang wurden Pkw mit bereits ein- und angebauten Orientierungspunkten entworfen und gebaut, die das Parken einfacher machen sollten. Heute sind diese stilistischen Elemente nicht mehr zu finden. Ersetzt werden diese jedoch durch immer mehr Sensoren, die den Fahrer beim Einparken unterstützen oder ihm dieses sogar ganz abnehmen. Es gibt viele Patentrezepte für das perfekte Manöver. So können dir 5 Fahrschullehrer garantiert 5 ganz verschiedene Lösungen beibringen.

Einig sind sich in einem alle: Rückwärts einparken hilft dir, auch in kleine Lücken zu kommen. Geübte Fahrer brauchen eine Parklücke von Fahrzeuglänge + 20 Zentimeter. Beim Vorwärtseinparken ist die dreifache Fahrzeuglänge vonnöten.

Rückwärts längs einparken

Längs einparken ist je nach Größe der Parklücke bestenfalls in zwei Zügen abgeschlossen. Wichtig ist hierbei, an das zuvorderst der Lücke parkende Auto nah heranzufahren. Die Faustregel gibt hier 50 Zentimeter vor. Gehalten wird so, dass du neben der B-Säule des anderen Autos stehst.

Nun das Lenkrad zwei Mal komplett einschlagen und langsam rückwärts in die Lücke gleiten. Dabei auf den umliegenden Verkehr sowie Fußgänger achten. Sobald deine Stoßstange auf Höhe des Hecks des voranstehenden Autos ist, schlägst du das Lenkrad ganz nach links ein. Achte darauf, dass du nicht mehr als 50 cm vom Bordstein entfernt stehst, da dir sonst ein Knöllchen droht.

via GIPHY

Rückwärts quer einparken

Geübte Fahrer brauchen nur einen einzigen Zug, um das Auto in die perfekte Position zu bringen. Auch hier liegt das Geheimnis wieder darin, die richtige Ausgangsposition zu finden. Auch hier fährst du erst wieder an der Parklücke vorbei. Fahre genau so weit, dass dein Heck sich in einer Linie mit dem Rücklicht des danebenstehenden Autos befindet. Schlage das Lenkrad nun komplett ein. Beachte, dass deine Front nach links ausschlägt und eventuell andere Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen kann.