„Noch ein Stückchen! Links, links, links! Stopp! Nach vorne, rechts einschwenken, laaaaaaangsaaaaam!“, so ähnlich hört es sich an, wenn auf deutschen Straßen beim Einparken von außen assistiert wird. Zur Freude aller Passanten ist dies ein Vorgang, welcher selten unter dem Dezibel-Bereich einer Motorsäge stattfindet. Wer träumt da nicht von einer Möglichkeit, das Einparken geräuschlos, elegant und vor allem unabhängig von der Größe der Lücke allein zu bewältigen?

Elektronische Einparkhilfen können diese Sehnsucht schnell und vor allem auch kostengünstig zum Nachrüsten wahr werden lassen. Laut Statista verfügte vor zwei Jahren bereits jedes vierte Auto über solch eine elektronische Einparkhilfe. Die Lösungen der Systeme reichen dabei von cooler High-End-Verkabelung und Screens im Cockpit bis hin zu einfachen Sensoren, welche im Inneren die Entfernung durch rhythmische Piepgeräusche angeben.

einparkhilfe-nachruesten-auch-bei-trabi.jpgEine Einparkhilfe kann quasi an jedem Auto nachgerüstet werden. Manche Systeme müssen lediglich an den Stromkreis im Auto angeschlossen werden.

Einparkhilfe nachrüsten: Diese Systeme stehen zur Wahl

Aktuell dominieren zwei Systeme den Markt. Es ist jedoch bereits jetzt absehbar, dass sich die Palette der nachrüstbaren Einparkhilfen in Zukunft noch um weitere Lösungen ergänzen wird.

Rückfahrkamera

Am preisgünstigsten erscheint auf den ersten Blick die Lösung über eine Rückfahrkamera. Am Heck des Autos angebracht, hast du beim Einlegen des Rückwärtsgangs 170° des sich hinter dir befindlichen Raumes bequem im Blick und kannst auch plötzlich auftretende Hindernisse schnell erfassen. Günstige Modelle wie die Rückfahrkamera GOGO Roadless* gibt es bereits für deutlich unter 20 Euro. Besonders wichtig bei dieser Form der Einparkhilfe ist die Wasserdichte und Stoßfestigkeit, um lange Freude daran zu haben.

Der Nachteil des Systems liegt eindeutig in den Folgekosten. Die Kamera muss leider relativ aufwendig hinter den Fahrzeugabdeckungen verkabelt werden, was nur durch echte Profis erledigt werden sollte. Die Kamera benötigt eine Versorgung von 12 Volt und muss deswegen natürlich auch mit der Bord-Elektronik verbunden werden. Wie bei allen auf Optik basierenden Lösungen für die Einparkhilfe solltest du natürlich bedenken, dass für die optimale Funktionstüchtigkeit ein sauberes Auto und hier vor allem eine saubere Linse wichtig sind.

Smart Mirror

Eine nicht sehr verbreitete und auf dem System der Rückfahrkamera fußende Lösung ist der Smart Mirror*. An die Stelle des normalen Rückspiegels im Cockpit wird der Smart Mirror installiert und nimmt so keine zusätzliche Anzeigefläche ein, sodass du weiterhin bequem den Überblick über den Verkehr hast. Das große Pro dieses Systems ist, dass du nicht nur eine Rückfahrkamera inklusive einer Anzeige bekommst, sondern ein cooles Tool mit diversen weiteren Funktionen, u.a. : Navigation, ein 16 GB Speicher und einem FM Transmitter.

Funk Einparkhilfe mit Farb-Display

Mit kleinem Verkabelungs-Aufwand kannst du diese mit 29 € recht günstige Variante als Einparkhilfe* ganz einfach im Kofferraum anbauen. Das Display erhält via Funk die ermittelte Entfernung der Sensoren und zeigt dir diese optisch über eine Ampelanzeige an. Die Bedienung ist also recht einfach und intuitiv. Der Einbau erfordert auch hier wieder Fingerspitzengefühl. Die vier Ultraschall-Sensoren können entweder verteilt am Auto oder allesamt hinten angebracht werden. Verbunden mit dem Steuergerät überträgt dieses die Daten via Funk an das Display. Mit nur 29 € gehört das Gadget in die untere Preiskategorie.

Auto Safety Rückfahrkamera European Nummernschild

Eine spannende und nützliche Einparkhilfe verbirgt sich bei der in das Nummernschild integrierten Einparkhilfe*. Das gute an diesem System ist die einfache Installation am Nummernschild, welche unauffällig und wodurch die Kamera zugleich auch etwas geschützt ist. Allerdings besteht auch hier wieder das Problem, dass die Kamera relativ aufwendig verkabelt werden muss. Vor einer Anschaffung solltest du auch berücksichtigen, welche Strecken du mit deinem Auto regelmäßig fährst. An dieser empfindlichen Stelle ist die Kamera möglicherweise nicht gänzlich gegen Stöße geschützt.

FenSens – die Einparkhilfe, auf die wir uns freuen!

Eine intelligente Einparkhilfe zum nachzurüsten ist bereits in Amerika auf dem Markt. Ähnlich wie die Einparkhilfe via Nummernschild setzt auch FenSens an diesem Fahrzeug-Element an. Allerdings haben die Jungs aus San Francisco den Ansatz, das Smartphone ganz einfach als Anzeigegerät zu nutzen. Du bekommst quasi eine Nummernschild-Halterung mit integrierter Kamera nach Hause geliefert und verbindest diese via App mit deinem Smartphone.

Die Idee kommt an. Via der Plattform Indiegogo sammelten die Gründer 161 % ihres anvisierten Finanz-Ziels ein und legen hoffentlich bald mit der massenkompatiblen Produktion los. Mit umgerechnet knapp 140 € UVP gehört das Gadget zwar nicht zu den günstigsten Anschaffungen, bedenkt man jedoch die Tatsache, dass absolut keine weiteren Kosten mehr anfallen, würde sich das System rentieren.

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