Es ist nicht neu, dass ein Auto seine Umgebung vermisst und entsprechende Reaktionen darauf ableitet. Teslas „Autopilot“ verführte bereits erste Autofahrer dazu, das Lenkrad auch einmal loszulassen. Bisher fehlt allerdings noch ein großer Schritt in Richtung echten autonomen Fahrens – das Auto muss schließlich auch über eine bestimmte Form der Erkenntnis verfügen.

Das sensorische Erkennen eines Fußgängers oder Radfahrers ist aktuell schon von den meisten Fahrzeugen leistbar. Dass aus dem bloßen Vorhandensein dieser anderen Verkehrsteilnehmer jedoch jetzt auch programmintern Interpretationen und Prognosen erstellt werden, bedarf eines weiteren Schrittes. Mit künstlicher Intelligenz für den automotiven Sektor will Bosch jetzt die bisher fehlende Komponente liefern und die Fahrzeugrevolution vorantreiben.

bosch-automotive-autonom.jpgBild: Bosch

Bosch Automotive: das Auto lernt selbst

Bei Bosch ist man überzeugt, dass das automatisierte Fahren die Zukunft ist und dass dieses nur durch künstliche Intelligenz erreicht werden kann. Mit dieser Prognose liegt der globale Marktführer auch ganz richtig. Schließlich sind bereits mehrere Unternehmen damit beschäftigt, eine brauchbare Schnittstelle zu finden, die die bereits verfügbaren Daten der Sensoren miteinander smart verbindet und so selbständige Reaktionen auf die Umwelt ermöglicht.

Bisher ist das Auto in der Lage, Informationen anhand seiner Sensoren zu erhalten und nach vorgegebenen und programmierten Mustern zu reagieren. Bosch hakt sich nun an diesem Punkt ein und möchte, dass das Auto diese Reaktion analysiert, verarbeitet und für die Zukunft daraus lernt. So soll das Auto sich selbständig durch den Verkehr fuseln können und sogar in der Lage sein, Verhaltensmuster anderer Verkehrsteilnehmer vorhersagen zu können. Auf der Autobahn kann somit der Spurwechsel eines vorderen Fahrzeuges schon dadurch erkannt werden, dass dieses sich der Linie seiner Spur um weniger Zentimeter annähert und entsprechend reagieren. Beispielsweise, indem das Auto davon ablässt, zu überholen.

Quelle: Bosch