Im Auto mal eben das Telefon darum bitten, nach Hause zu telefonieren, damit das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, ist heute ja theoretisch kein Problem. Doch geht der Anruf statt nach Hause an die Schwiegermutti oder den Chef, verführt das früher oder später jeden dazu, dann lieber doch per Fingerdruck das Smartphone zu bedienen. Leider geht das auf Kosten der Sicherheit und kann schnell richtig viel Geld kosten!

apps-im-auto.jpgHoffentlich ein Bild aus der Vergangenheit: Das Smartphone muss im Auto bald nicht mehr in die Hand genommen werden

Die Industrie ist überzeugt, dass Sprachsteuerung im Auto die gefahrlose Nutzung von Apps möglich machen und sogar Leben retten kann. Allerdings muss hier noch sehr viel Forschung geleistet und Alltagstauglichkeit getestet werden. Doch vielversprechende Lösungen sind in Sicht!

SDL – ein Standard wird geschaffen

Auf der CES in Las Vegas haben Ford und Toyota eine Organisation gegründet, die genau an diesem problematischen Punkt ansetzen soll. Das Konsortium Smart Device Link (SDL) hat die Aufgabe, hier einen Standard zu schaffen. Die Autohersteller erhoffen sich dadurch, dass sie eigene Lösungen für die Integration von Apps in das Auto finden und eben nicht auf die großen Zwei, iOS und Android, angewiesen sind.

Neben Ford und Toyota fanden sich gleich weitere Partner, die in diese Lücke investieren wollen und sich so vielleicht auch eine Alternative zur Zusammenarbeit zu den gängigen Smartphone-Ökosystemen versprechen. So sitzen nun auch Mazda, Suzuki und PSA (Citroen und Peugeot) im Boot, welches hoffentlich bald große Fahrt aufnehmen wird!

SDL – echter Nutzen für die Gemeinschaft

Besonders spannend an diesem Projekt ist jedoch die Tatsache, dass die Entwicklung dieses neuen Standards nicht im verborgenen Kämmerlein stattfindet. Während mit Android Auto und Apple CarPlay bereits zwei große Luxus-Liner ihre Jünger mit auf die Reise nehmen, ist SDL offen für jeden! Die Entwicklung soll in OpenSource laufen und es wird ohne Gewinn kalkuliert. Somit stehen die Türen für alle App-Entwickler und später auch für jeden Autofahrer offen. Das System verspricht bereits vorab die Sprachsteuerung der Apps und die Darstellung auf dem Fahrzeug-Display.

Toyota stellt das Konzept SDL vor

Vielversprechende Alternativlösungen

Neben Autoherstellern und Smartphone-Software-Giganten tüfteln auch Dritte an eigenen Lösungen für das Übersetzungsproblem. Gedenkt man der Vielzahl der Dialekte und Mundarten allein in Deutschland, ist es natürlich eine Mammutaufgabe für ein System einen Sachsen, einen Bayern, einen Badener und einen Friesen gleichgut verstehen zu können. Eines dieser Unternehmen, die sich dieser Aufgabe stellen, ist German Autolabs. Mit ihrer Anwendung Chris stellen sie dir nicht nur einen elektronischen Ansprechpartner zur Verfügung, sondern auch cloud-basierte Iot-Dienste.

Wenn es darum geht, dass du dein Auto an sich besser verstehen möchtest, solltest du dich von PACE mit seinen neun Features überzeugen lassen. Es liest über OBD2 die Daten deines Autos aus und sendet sie via Bluetooth an dein Smartphone. Durch das intuitive Design musst du das Smartphone während der Fahrt nicht bedienen und kannst dir im Anschluss via PACE Cockpit die Auswertung deiner Fahrt noch einmal ansehen.

Nicht vergessen: Smartphone-Bedienung per Hand ist und bleibt beim Fahren verboten

Das Telefonieren am Steuer ist nicht verboten – solang das Telefon nicht mit den Händen bedient werden muss während der Motor läuft . Allerdings wollen die wenigstens auf den Komfort verzichten und tippen leider trotzdem munter weiter. Schnell werden dann mehrere Meter im Blindflug zurückgelegt. Schuld an der Misere ist nicht selten die Sprachsteuerung, welche zwar implementiert, aber im Auto häufig nicht zuverlässig ist.

So kann Sprachsteuerung auch richtig schief gehen!