Das Jahresende nähert sich und auch wir von PACE möchten die Gelegenheit dazu nutzen, euch auf die Gefahr von Alkohol im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Wir verzichten an dieser Stelle an den erhobenen „Dudu!“-Zeigefinger und möchten auch keinen Vortrag über Verantwortung halten – schließlich habt ihr euren eigenen Kopf zum Denken. Rund um den Globus bleibt das Thema jedoch problematisch. Jährlich werden deswegen auch Millionenbeträge in Kampagnen investiert, die auf das Thema aufmerksam machen sollen. Wir haben deswegen die spannendsten, coolsten und viralsten Aktionen aus der ganzen Welt zusammengetragen!

Johnnie Walker

Eine tiefe Bass-Stimme und unzählige Johnnie-Walker-Gläser in einer leeren Halle. Der Getränkekonzern setzt in seiner Darstellung nicht auf einen Schock-Effekt, sondern appelliert an das verantwortungsbewusste Denken und Handeln. Durch den Aufruf, sich an der Kampagne #jointhepact zu beteiligen, wird die Botschaft in den realen Alltag zu übertragen versucht. Um der Kampagne etwas Glamour zu verschaffen, holte die Firma die Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Sergio Perez und den zweifachen Formel-1-Gewinner Mika Häkkinen ins Boot. Bisher schlossen sich der Aktion über 2 Millionen Fans weltweit an und brachten es zu über 1,2 Millionen sicherer Kilometer nach Hause.


Unter #jointhepact werden Autofahrer weltweit zu vernünftigem Handeln aufgerufen

THINK!

Die britische Kampagne THINK! ist zwar keine auf Alkohol am Steuer „spezialisierte“ Aktion, zeichnet sich aber durch den typisch britischen Humor aus. Die vom Department for Transport ausgegebene Kampagne appelliert in besonderer Weise an die Vernunft der Autofahrer. Unter #butalive schildern die Videos ehrlich auch die nachteiligen Konsequenzen, wenn man nicht bereit ist, sich angetrunken hinter das Steuer zu setzen: Streit mit der Frau, weil man sie nicht abholen konnte oder auch anspruchslose Arbeit, weil man mit dem Chef keinen heben konnte. Allerdings versöhnt die Botschaft #butalive jeden mit der Aussicht, dass auch diese Konsequenzen zum Leben dazugehören.


#butalive – ein nicht zu unterschätzendes Argument!

Noch ein Jahr zuvor nutzte die Kampagne den plötzlichen Schock-Moment, um auf das Problem des angetrunkenen Fahrens aufmerksam zu machen. Unter #publooshocker wurde Gästen eines Pubs während des Händewaschens aus einem Nebenraum ein Frauenkopf durch die Scheibe geschleudert. Sicherlich nicht sonderlich originell, dafür jedoch ziemlich absurd, erlangte das Video schnell viralen Ruhm.


#PubLooShocker ist sicherleich keine geschmackvolle aber dafür zumindest eine virale Kampagne gewesen.

Budweiser

Der kanadische Getränkehersteller wirbt unter #friendsarewaiting für größeres Verständnis dafür, wenn jemand sich entscheidet, das Fahren nach einem Bier sein zu lassen. Große knuffige Hundeaugen lassen fast schon Schlimmes erahnen, als das Herrchen abends nicht nach Hause kommt. Allerdings ist diesem schnell verziehen, da es ein kleines Happy End gibt und kein unvermittelter Schock mögliches Geschehen inszenieren muss.


Fast schon typisch Kanadisch wirbt Budweiser unter #friendsarewaiting für spätes aber sicheres Nachhausekommen.

Rådet for Sikker Trafik

Der Rat für Verkehrssicherheit (Rådet for Sikker Trafik) ist in Dänemark eine wahre Größe und ist promotionstechnisch sehr gut aufgestellt. Neben zahlreichen Videos arbeitet der Verband auch auf vielen Kanälen. So wurde pünktlich vor Weihnachten darauf aufmerksam gemacht, dass sich schon im Vorhinein Gedanken gemacht werden müssen, wie man nach Hause kommt. Auf einem Bild wurden 5 Alternativen zur Wahl gestellt:

Wer fährt dich nach Hause?

Einfach und aussagekräftig. Dieses Bild bleibt im Kopf!

Alkohol? Kenn dein Limit

So ziemlich jedem von uns ist die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung noch im Gedächtnis. Zwar richtet sich diese speziell an Jugendliche und junge Erwachsene allerdings haben die verschiedenen Spots und Plakate das Thema erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen. Ohne belehrend zu wirken macht die Kampagne darauf aufmerksam, dass das eigene Verhalten unter Alkoholeinfluss oft nicht mehr einschätzbar ist.


Gut gemachte Kampagne, die einfach zeigt, welche Folgen Alkoholkonsum auf dein Leben hat