Mit Laub und Nebel bringt der Herbst auch rutschige Straßen mit sich und macht das Autofahren für dich und deine Familie gefährlicher. Schenke deshalb unseren Auto-Sicherheitstipps für den Herbst besondere Beachtung.

Autofahren im HerbstFoto von Daniel Minarik auf Unsplash

Schaden durch Kastanien und Äste – wer zahlt?

Für Autofahrer kann der falsche Parkplatz unter einem Baum ziemlich teuer werden. Das Oberlandesgericht Hamm entschied, dass Autobesitzer für Schäden durch herabfallende Baumfrüchte selbst aufkommen müssen. Ein Fahrzeughalter ist nach der Ansicht des Gerichtes nämlich durchaus in der Lage zu erkennen, ob der Baum, unter welchem er parkt, viele Früchte trägt.

Da es sich bei einem solchen Fall zudem um ein vorhersehbares Ereignis handelt (es ist nämlich Herbst), wird auch die Kasko-Versicherung nicht für diesen Schaden aufkommen. Deine Teilkasko würde erst einspringen, wenn ein heftiger Sturm (ab Windstärke 8) einen Schaden verursacht hat, weil z. B. ein Ast auf dein Auto gefallen ist. Deshalb unser Ratschlag an dich: Im Herbst besser nicht unter Bäumen parken.

Nebelschlussleuchte - ab wann darf ich sie benutzen?

Bei schlechten Wetterverhältnissen ist nicht nur vorsichtiges Fahren wichtig, sondern auch, dass andere Autofahrer dich sehen. Da Nebelschlussleuchten circa 30 Mal heller sind als das normale Rücklicht, ist deren Einsatzerlaubnis gesetzlich geregelt.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Nebelschlussleuchten nur dann benutzt werden dürfen, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 m beträgt.

Wichtig: Mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte darfst du nicht mehr als 50 km/h fahren. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung steht in § 3 StVO zwar nur im Zusammenhang mit den oben erwähnten 50 m Sichtweite, jedoch ist dies ja gleichzeitig die einzige Situation, in der du deine Nebelschlussleuchten einschalten darfst.

Wenn du die grellen Schlusslichter ohne triftigen Grund benutzt, droht dir übrigens ein Bußgeld in Höhe von 20 - 35 Euro.

Wildunfälle vermeiden

Zwar weisen Verkehrsschilder auf die bekannten Wanderpfade der Tiere hin, jedoch passieren trotzdem jedes Jahr unzählige Unfälle durch Wildwechsel. Deshalb solltest du auf dunklen Landstraßen stets dein Tempo nach unten korrigieren. Auch ausreichender Sicherheitsabstand zum Vordermann ist extrem wichtig.

Beobachte während der Fahrt besonders die Fahrbahnränder. Wo ein Tier zu sehen ist, sind meist noch mehr - deshalb fahre weiterhin langsam, auch wenn die offensichtlichste Gefahr bereits vorbei ist.

Sollte dir tatsächlich ein Wildtier vor das Auto laufen, ist eine Vollbremsung nur dann ratsam, wenn niemand direkt hinter dir fährt. Generell gilt bei Wild auf der Straße folgende Faustregel:

  • Bremsen
  • Hupen
  • Abblenden

Autofahren mit Licht im HerbstFoto von Roberto Nickson auf Unsplash

Wenn ein Unfall nicht zu vermeiden ist, dann versuche, das Tier möglichst seitlich und nicht frontal zu treffen. Aber Vorsicht bei Ausweichmanövern: Fahre auf keinen Fall in den Gegenverkehr!

Wenn du ein Tier angefahren hast, musst du dies der Polizei melden. Auf keinen Fall darfst du das verletzte oder gar tote Tier selbst mitnehmen, denn das gilt in Deutschland als Wilderei. Auch wenn das Tier von allein aufsteht und den Unfallort verlässt, rufe bitte unbedingt die Polizei. Der Förster wird dann verstärkt auf krank anmutende Tiere achten.

Autopflege im Herbst

Laub und Feuchtigkeit sind nur der Anfang. Ab jetzt braucht dein Auto wieder besondere Aufmerksamkeit, um die dunklen, kalten Tage gut zu überstehen. Es ist die perfekte Zeit, um dich schon einmal mit unseren Tipps zur Autopflege auseinanderzusetzen.

Zu den Vorboten des Winters gehören besonders bei älteren Autos die alljährlichen Startschwierigkeiten durch die plötzliche Feuchtigkeit. Es gibt aber auch noch andere mögliche Ursachen. Springt dein Auto nicht an? Dann haben wir hier ein paar Ratschläge für dich.