Die Kilometerpauschale wird fälschlicherweise oft mit der Pendlerpauschale (eigentlich: Entfernungspauschale) gleichgesetzt. Im Grundsatz stellen beide ein Mittel zur tatsächlichen Versteuerung geleisteter Fahrten bezüglich der beruflichen Tätigkeit dar, allerdings steckt hier der Teufel im Detail.

Was ist die Kilometerpauschale?

Der Begriff der Kilometerpauschale kommt ursprünglich aus der betrieblichen Reisekostenabrechnung. Musst du für deinen Arbeitgeber eine Reise antreten und dieser kann dir keinen Firmenwagen zur Verfügung stellen, kannst du auch deinen Privatwagen nutzen. Ein Firmenwagen würde direkt vom Betrieb finanziert, bei dem Einsatz eines privaten Pkw sieht das anders aus.

So ermittelt sich die Kilometerpauschale

Im Grunde müsste ermittelt werden, welche tatsächlichen Kosten für deine Reise mit dem Auto anfallen. Das bedeutet nicht nur den genauen Spritverbrauch, sondern auch Verschleiß sowie Versicherung. Da das zu einer ausgesprochen schwierigen Rechnerei führen würde, erlaubt der Gesetzgeber, diese Kosten pauschal abzugelten. Diese Pauschale ist aktuell festgelegt auf 30 Cent pro gefahrenem Kilometer.

Der große Unterschied zu der oben erwähnten Entfernungspauschale liegt darin, dass du die Kilometerpauschale für den Hin- und auch für den Rückweg ansetzen kannst. Statt also nur die einfache Entfernung abzurechnen, kannst du hier die volle gefahrene Strecke abrechnen und das bedeutet natürlich mehr Geld, das du zurückbekommst.

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PACE stellt dir mit seinem elektronischen Fahrtenbuch dabei ein Hilfsmittel zur Verfügung, mit dem du eine echte Wahl zwischen betrieblichen Reisekosten oder persönlichen Reisekosten zur Abrechnung hast!

Achte darauf, dass du immer an der auch im Arbeitsvertrag definierte erste Tätigkeitsstätte ansetzt. Bei manchen Berufsgruppen ist dies nicht immer ganz einfach und die Abgrenzung zur Entfernungspauschale muss genau definiert werden. Alternativ zur Kilometerpauschale kannst du auch ein Fahrtenbuch für dein Auto führen und so über die eigenen Werbungskosten abrechnen. Was von beiden Möglichkeiten sich für dich tatsächlich lohnt, solltest du in Abstimmung mit deinem Betrieb und deinem Steuerberater für dich definieren.

Fun-Fact Kilometerpauschale:

Vor fast 50 Jahren versuchte Buzz Aldrin, der zweite Mensch, der den Mond mit Apollo 11 betreten hat, diese Reise abzusetzen. Merke: Für eine Reise zum Mond gab es 33 Dollar und 31 Cent! Inflationsbereinigt wären das heute circa 220 Dollar und 73 Cent.



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