Ob Batterie, Einspritzer oder Anlasser – wenn das Auto nicht anspringen will, kann das verschiedene Ursachen haben. PACE hilft dir, die Ursache für deine Kfz-Startprobleme zu finden und sie vielleicht sogar selbst zu beheben.

Stelle dir zunächst die alles entscheidende Frage: „Habe ich genug getankt?“ Es ist kaum zu glauben, aber erstaunlich viele Leute vergessen in der Hektik des Alltags einfach das Tanken. Du gehörst nicht dazu? In Ordnung, dann gehen wir gemeinsam auf Fehlersuche:

Die Autobatterie

StarthilfeWenn dein Anlasser beim Startversuch gar nicht oder nur sehr langsam arbeitet, könnte eine leere Autobatterie dran schuld sein. Niedrige Temperaturen beeinflussen zum Beispiel die Ladekapazität beträchtlich. Es gibt aber noch andere Ursachen für fehlenden Zündstrom.

Maßnahmen:

  • Starthilfekabel besorgen oder
  • Batterieladegerät besorgen

Auto-Starthilfe in 5 Schritten:

  • Das rote Kabel wird zum Verbinden der beiden Pluspole benutzt
  • Das schwarze Kabel wird mit einem Ende an den Minuspol des Autos geklemmt, das die Starthilfe gibt
  • Das andere Ende des schwarzen Kabels kommt an Motorblock oder Karosserie des Kfz, das die Starthilfe bekommen soll. Schließe dieses Kabel möglichst weit von der Batterie entfernt an, damit nicht fliegende Funken einen Schaden an der Batterie anrichten können.
  • Starte den Motor des Fahrzeugs, das die Starthilfe gibt
  • Starte den Motor des Autos, das die Starthilfe bekommen soll.

Ladegerät fürs Auto: So funktioniert es

  • Achte darauf, dass du nur Ladegeräte benutzt, welche sich von selbst abschalten, sobald die Batterie vollständig geladen ist.
  • Das Autoladegerät muss zur Batterie passen (Leistung, Einsatzgebiet)
  • Die Autobatterie muss nicht zwingend ausgebaut werden
  • Überprüfe vor dem Laden den Säurestand (wenn unter Markierung: Destilliertes Wasser nachfüllen)
  • Verbinde die Pole mit den passenden Kabeln (Minuspol immer zuerst ab- und zuletzt angeklemmten, um einen Kurzschluss zu vermeiden)
  • Ladegerät einschalten

Autobatterie wechseln:

  1. Zange und Schraubenschlüssel in der richtigen Größe bereitlegen
  2. Alle elektrischen Geräte im Auto ausschalten
  3. Befestigungsmutter am Minus-Pol entfernen
  4. Befestigungsschraube der Plusklemme entfernen
  5. Halterung der Batterie einfach aushängen und Batterie herausnehmen
  6. Neue Batterie einsetzen und mit Halterung fixieren
  7. Plusklemme am Plus-Pol anbringen
  8. Masseklemme am Minus-Pol anbringen

PACE-Tipp: Wenn du im Herbst und Winter meist Kurzstrecken fährst, dann schließe ab und zu über Nacht das Ladegerät an dein Auto an. Wir können das Starthilfe-Power Pack aus unserem Gadget-Artikel empfehlen.


Auto zündet nicht: Stromzufuhr unterbrochen

Motorraum AutoUnter Umständen ist bei deinem Wagen die Stromversorgung unterbrochen. Ob nun wegen scharfer Marderzähnchen oder wegen eines oxidierten Massekabels, das gilt es herauszufinden.

Maßnahmen:

  • Wirf einen Blick unter die Motorhaube und sieh nach, ob du Schäden an Kabeln und Leitungen sehen kannst.

  • Wenn keine Schäden erkennbar sind, kannst du die Stromversorgung vielleicht selbst wieder herstellen: Schraube die Massekabel ab, schleife sie blank und versieh sie mit etwas Polfett*.

  • Schraube die Kabel wieder an.

Anlasser-Probleme

Auto auf der Hebebühne in der Werkstatt Unser Notfall-Tipp für den Anlasser bewahrt dich nicht davor, trotzdem eine Werkstatt aufzusuchen. Bestenfalls schaffst du es damit aber, noch selbst zur Werkstatt zu fahren und musst dein Auto nicht abschleppen lassen.

Maßnahmen:

  • Finde den Anlasser (versteckt sich tief im Motorraum zwischen Getriebe und Motor), bestenfalls mit einer Hebebühne.

  • Klopfe leicht mit einem Hammer auf den Anlasser, um den kleinen Elektromotor wieder in Schwung zu bringen.

Auslaufendes Benzin

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Das ist so ungefähr der schlimmste Fall, der an deinem Auto eintreten kann – nicht wegen des Schadens am Fahrzeug oder der Tatsache, dass dein Auto nicht anspringt, sondern wegen der großen Schäden für die Umwelt. Die Gründe für das Benzinleck können vielfältig sein: Undichte Anschlüsse, gerissene Schläuche, oxidierte Kraftstofffilter. Für das Einbringen von Mineralöl (in Form von Benzin oder Diesel) ins Grundwasser werden übrigens Bußgelder von 50 bis zu 100.000 Euro verhängt).

Maßnahmen:

  • Nimm den ausgetretenen Kraftstoff mit Bindemitteln oder Sägespänen auf
  • Rufe deine Werkstatt an. Arbeiten an Kraftstoffleitungen sollten nur vom Profi gemacht werden.

Fehler an Kraftstoffpumpe bzw. Einspritzanlage

Einspritzpumpe AutoEine schlecht eingestellte Pumpe kann zur Folge haben, dass der Kraftstoff verzögert oder in der falschen Menge eingespritzt wird. Für Diesel-Besitzer mit etwas Vorerfahrung haben wir eine kleine Anleitung.

Maßnahmen:

  • Öffne die Motorhaube.
  • Entferne alle Leitungen von der Pumpe und löse die Muttern.
  • Suche den oberen Totpunkt des ersten Kolbens. Diesen erkennst du an der Markierung an den Zahnrädern auf der Stirnseite des Motors
  • Schwenke die Pumpe auf eine Stellung von fünfzehn Grad vor dem OT.
  • Zur Überprüfung kannst du nun die Leitung für den ersten Zylinder an der Pumpe entfernen und den Motor drehen.
  • Tritt der erste Dieseltropfen aus, sobald sich der Kolben fünfzehn Grad vor seinem OT befindet, hast du es richtig gemacht.

Einspritzpumpe reparieren

Sollten die Probleme bestehen bleiben, obwohl die Einspritzpumpe eingestellt wurde, könnte sie auch einfach defekt sein. In diesem Fall solltest du eine Werkstatt aufsuchen.

Zündschloss kaputt

Zündschlüssel AutoFolgende Symptome deuten auf ein defektes Zündschloss hin: Wenn du den Zündschlüssel umdrehst, passiert gar nichts. Es macht nicht „Klick“, das Auto springt nicht an, der Motor reagiert nur ganz kurz, wenn du den Schlüssel wieder zurück drehst.

Maßnahmen:

  • Eine eigenhändige Reparatur deines Zündschlosses würden wir dir nicht empfehlen. Deshalb: Bei Verdacht auf eine defekte Zündung bitte ab in die Werkstatt!

Andere Ursachen für Startprobleme

  • Elektrikfehler im Auto
  • Defekte Lichtmaschine
  • Die Benzinpumpe ist ausgefallen
  • Benzinfilter oder -Leitungen sind verstopft
  • Der Vergaser ist geflutet
  • Die Zündspulen sind kaputt
  • Die Kraftstoffpumpe ist kaputt oder nicht richtig mit Strom versorgt

Wenn unsere Erste-Hilfe-Liste dir nicht helfen konnte, wirst du wahrscheinlich in die Werkstatt müssen. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist und wünschen deinem Auto gute Besserung.





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