Wenn das Auto morgens nicht aufwachen will, kann das verschiedene Ursachen haben. Ob Batterie, Benzinstand, Leitungen, Einspritzer oder Anlasser – PACE hilft dir, die Ursache für deine Startprobleme zu finden und sie vielleicht sogar selbst zu beheben.

Du drehst den Zündschlüssel um und nichts passiert? Meistens liegt das tatsächlich an einer leeren Batterie. Es gibt aber noch unzählige andere Möglichkeiten. Stelle dir zunächst die alles entscheidende Frage: „Habe ich genug getankt?“

Es klingt banal, aber erstaunlich viele Leute vergessen in der Hektik des Alltags das Tanken. Du gehörst nicht dazu? In Ordnung, dann gehen wir gemeinsam auf Fehlersuche:

Die Autobatterie

Deine Autobatterie gehört zu den empfindlichsten Teilen in deinem Auto. Niedrige Temperaturen beeinflussen die Ladekapazität beträchtlich.

Wenn dein Anlasser beim Startversuch gar nicht oder nur sehr langsam arbeitet, könnte also eine leere Autobatterie dran schuld sein. Ein Batterieladegerät oder ein Starthilfekabel können dir nun helfen.

Für das Laden deiner Autobatterie mit einem Ladegerät musst du ein paar Stunden Zeit einplanen. Wenn du aber pünktlich zur Arbeit kommen willst, pfeifst du dir lieber einen Nachbarn heran, der dir Starthilfe gibt.

Auto mit offener Motorhaube

Starthilfe leicht gemacht

Wenn du das erste Mal deine Motorhaube aufklappst, um dir Starhilfe geben zu lassen, stehst du unter Umständen etwas ratlos davor: Wo muss jetzt welches Kabel hin? Keine Panik, wir haben eine Schritt-für Schritt-Anleitung für dich:

  1. Das rote Kabel wird zum Verbinden der beiden Pluspole benutzt
  2. Das schwarze Kabel wird mit einem Ende an den Minuspol des Autos geklemmt, das die Starthilfe gibt
  3. Das andere Ende des schwarzen Kabels kommt an Motorblock oder Karosserie des Kfz, das die Starthilfe bekommen soll. Schließe dieses Kabel möglichst weit von der Batterie entfernt an, damit nicht fliegende Funken einen Schaden an der Batterie anrichten können.
  4. Starte den Motor des Fahrzeugs, das die Starthilfe gibt
  5. Starte den Motor des Autos, das die Starthilfe bekommen soll.

Das Ladegerät für dein Auto

Falls du gerade keinen Nachbarn zur Hand hast, nimm das (hoffentlich vorhandene) Ladegerät und koche dir für die Wartezeit einen heißen Tee. Folgendes ist beim Ladegerät für das Auto zu beachten:

  • Achte darauf, dass du nur Ladegeräte benutzt, welche sich von selbst abschalten, sobald die Batterie vollständig geladen ist.
  • Das Autoladegerät muss zur Batterie passen (Leistung, Einsatzgebiet)
  • Die Autobatterie muss nicht zwingend ausgebaut werden
  • Überprüfe vor dem Laden den Säurestand (wenn unter Markierung: Destilliertes Wasser nachfüllen)
  • Verbinde die Pole mit den passenden Kabeln (Minuspol immer zuerst ab- und zuletzt angeklemmten, um einen Kurzschluss zu vermeiden)
  • Ladegerät einschalten

PACE-Tipp: Wenn du im Winter meist Kurzstrecken fährst, was die empfindliche Autobatterie viel schneller auslaugt, dann schließe ab und zu über Nacht das Ladegerät an dein Auto an.

Wir können übrigens auch das Starthilfe-Power Pack wärmstens empfehlen. Dieses findest du in unserem Gadget-Artikel.

Autobatterie wechseln

Weder Starthilfe noch das Ladegerät für das Auto bringen deine Autobatterie wieder zum Laufen? Dann musst du dir vielleicht eine neue Batterie besorgen. Für das Auswechseln muss nicht immer gleich eine Werkstatt aufgesucht werden. Hier ist eine kleine Anleitung:

  1. Zange und Schraubenschlüssel in der richtigen Größe bereitlegen
  2. Alle elektrischen Geräte im Auto ausschalten
  3. Befestigungsmutter am Minus-Pol entfernen
  4. Befestigungsschraube der Plusklemme entfernen
  5. Halterung der Batterie einfach aushängen und Batterie herausnehmen
  6. Neue Batterie einsetzen und mit Halterung fixieren
  7. Plusklemme am Plus-Pol anbringen
  8. Masseklemme am Minus-Pol anbringen

Läuft es? Wirklich nicht? Mist. Für die meisten Autofahrer kommt jetzt die Werkstatt ins Spiel. Wenn du aber vom Stamm der Bastler und Schrauber bist, könnten dich die folgenden Tipps interessieren:

Auto auf der Hebebühne in der Werkstatt

Kabelkrise: Keine Stromversorgung?

Unter Umständen ist die Stromversorgung unterbrochen. Ob nun wegen scharfer Marderzähnchen oder wegen eines oxidierten Massekabels, das gilt es herauszufinden.

Wirf einen Blick unter die Motorhaube und sieh nach, ob du Schäden an Kabeln und Leitungen sehen kannst. Ist irgendwo die Isolierung zerfressen? Gibt es woanders Nagespuren, die auf einen Übergriff hindeuten?

Wenn du keine offensichtlichen Schäden feststellen kannst, dann ist das eine gute Nachricht, denn dann kannst du die Stromversorgung vielleicht sogar selbst wieder herstellen.

Eine Rückleitung zur Lichtmaschine ist die Karosserie des Fahrzeugs. Lichtmaschine und Batterie müssen mit Kabeln an der Karosserie angeschlossen sein. Zwischen diesem Anschlusskabel und der Karosserie kann es zu einer Korrosion kommen.

Die Lösung für das Problem ist ganz einfach: Schraube die Massekabel ab, schleife sie blank und versieh sie mit etwas Polfett*. Anschließend werden sie wieder angeschraubt und das Problem ist behoben. Oder nicht? Dann geht unsere Suche weiter.

Kaputter Anlasser

Vorab: Unser kleiner Notfall-Tipp für den Anlasser bewahrt dich nicht davor, trotzdem eine Werkstatt aufzusuchen. Bestenfalls schaffst du es damit aber, noch selbst zur Werkstatt zu fahren und musst dein Auto nicht abschleppen lassen.

Wenn dein Anlasser nicht mehr funktioniert, kann das an verschlissenen Schleifkohlen liegen. Hier kann es kurzfristig helfen, leicht mit einem Hammer auf den Anlasser zu klopfen, um den kleinen Elektromotor wieder in Schwung zu bringen.

Der Anlasser versteckt sich tief im Motorraum zwischen Getriebe und Motor. In Fahrzeugen bis Baujahr 2000 ist er noch ganz gut zu erreichen - bestenfalls steht das Fahrzeug aber auf einer Hebebühne.

Unter der Motorhaube des Autos

Kraftstoffpumpe und Einspritzanlage

Auch eine defekte Kraftstoffpumpe oder Einspritzanlage können der Grund für ein nicht anspringendes Auto sein. Wenn ein Diesel nicht mehr richtig startet, könnte dies an der Verteiler-Einspritzpumpe liegen.

Eine schlecht eingestellte Pumpe kann zur Folge haben, dass der Kraftstoff verzögert oder in der falschen Menge eingespritzt wird. Für Diesel-Besitzer mit etwas Vorerfahrung haben wir eine kleine Anleitung:

  • Öffne die Motorhaube.
  • Entferne alle Leitungen von der Pumpe und löse die Muttern.
  • Suche den oberen Totpunkt des ersten Kolbens. Diesen erkennst du an der Markierung an den Zahnrädern auf der Stirnseite des Motors
  • Schwenke die Pumpe auf eine Stellung von fünfzehn Grad vor dem OT.
  • Zur Überprüfung kannst du nun die Leitung für den ersten Zylinder an der Pumpe entfernen und den Motor drehen.
  • Tritt der erste Dieseltropfen aus, sobald sich der Kolben fünfzehn Grad vor seinem OT befindet, hast du es richtig gemacht.

Einspritzpumpe reparieren

Sollten die Probleme bestehen bleiben, obwohl die Einspritzpumpe eingestellt wurde, könnte sie auch einfach defekt sein. In diesem Fall solltest du eine Werkstatt aufsuchen, denn die Einspritzpumpe zu reparieren oder auszutauschen ist etwas aufwendiger. Hier ist fachkundige Hilfe gefragt.

Ein kaputtes Zündschloss

Wenn dein Motor nicht anspringt, kann auch ein defektes Zündschloss dafür verantwortlich sein. Folgende Symptome deuten darauf hin:

  • Wenn du den Zündschlüssel umdrehst, passiert gar nichts. Es brennen auch keine Lampen.
  • Es macht nicht „Klick“, wenn du den Zündschlüssel umdrehst.
  • Der Motor reagiert erst, wenn du den Schlüssel wieder zurück drehst, aber nur ganz kurz.

Eine eigenhändige Reparatur deines Zündschlosses würden wir dir nicht empfehlen. Deshalb: Ab in die Werkstatt!

Wenn das Auto nicht anspringt, kann auch fehlendes Benzin der Grund sein Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen: Wenn das Auto nicht anspringt, kann auch fehlendes Benzin der Grund sein

Elektrikfehler, Lichtmaschine, Feuchtigkeit & Co.

Auch Elektrik und Lichtmaschine können dafür verantwortlich sein, dass dein Auto nicht anspringt. Auch in diesem Fall kommst du um den Werkstattbesuch normalerweise nicht herum.

Bei Feuchtigkeit in der Elektronik, unter der Verteilerkappe oder in den Zündspulen kann es helfen, das Auto ein paar Tage lang in einer warmen, trockenen Garage abzustellen. Damit ist zwar das Symptom, aber wahrscheinlich nicht die Ursache behoben. Wenn das Problem also öfter auftritt, ruf die Werkstatt an.

Es gibt noch viele andere mögliche Ursachen, die dich höchst wahrscheinlich in Richtung Werkstatt zwingen. Ein paar Beispiele:

  • Die Benzinpumpe ist ausgefallen
  • Benzinfilter oder -Leitung ist verstopft
  • Der Vergaser ist geflutet
  • Die Zündspulen sind kaputt
  • Die Kraftstoffpumpe ist kaputt oder nicht richtig mit Strom versorgt

Wenn du nach dem Lesen dieses Artikel immer noch vor deinem startfaulen Auto stehst, dann drücken wir jetzt einfach mal die Daumen für eine möglichst geringe Werkstattrechnung und wünschen deinem Kfz gute Besserung!

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