Parken ist theoretisch einfach. In der Praxis geht dabei aber täglich allerlei schief. Die StVO widmet diesem Thema sogar einen ganzen Paragraphen. Wir haben 10 spannende Fakten über die Parkplatzsuche in Deutschland für dich.

1. Wie lange dauert die Parkplatzsuche?

Im Durchschnitt sind es "nur" 10 Minuten, die ein deutscher Autofahrer braucht, um einen Parkplatz zu finden, doch diese 10 Minuten haben es in sich. Experten schätzen, dass ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs aus Parkplatzsuchenden besteht. Im Durchschnitt legt jeder bei der Suche nach einem Parkplatz 4,5 km zurück.

2. Halten oder Parken – der Unterschied

Ob du noch hältst oder schon parkst, entscheidet sich nicht am Grund deines Zwischenstopps, sondern an dessen Länge. Die Straßenverkehrsordnung definiert in § 12 (2): „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt“.

3. Regeln für Parkscheiben

Erreichst du deinen Parkplatz um 16:07 Uhr, auf welche Zeit musst du deine Parkscheibe dann einstellen? Die richtige Antwort lautet 16:30 Uhr. Bei Parkscheibenpflicht gilt nämlich die halbstündige Aufteilung.

Achtung: Eine Parkscheibe muss blau sein. Flauschig-Pink und Einhorn-Glitzer bekommen einen Strafzettel.

Parkscheibe 2.gifDies ist keine geeignete Parkscheibe. Wirklich nicht.

4. Was tun, wenn das Auto nicht bewegt werden kann?

Es kann passieren, dass ein Auto für mehrere Wochen oder Monate nicht bewegt werden kann. Für Nachbarn kann dies zwar ärgerlich sein, jedoch ist es unter bestimmten Maßgaben nicht verboten. Voraussetzungen für eine legale verlängerte Standzeit:

  • Das Auto muss betriebsbereit und zugelassen sein.
  • Der Stellplatz darf kein fremder privater oder kostenpflichtiger Parkplatz sein.
  • Jemand sollte regelmäßig nach mobilen Halteverboten sehen.

5. Erst geparkt, dann Halteverbotsschild – Wer zahlt?

Mobile Halterverbotszonen werden oft für Baustellen oder Baumarbeiten eingerichtet. In der Regel werden die Schilder mehrere Tage vor dem eigentlichen Termin aufgestellt, sodass ein Fahrzeughalter oder seine Vertrauensperson genügen Zeit zum Reagieren haben.

Die Abschlepprechnung zahlt dann der Fahrzeughalter, denn in diesem Fall ist das Allgemeinwohl vorrangig.

6. Wieviel Abstand zur Bordsteinkante?

Es gibt keine generelle Vorschrift, wie weit die Reifen von der Bordsteinkante entfernt stehen dürfen. Anlehnend an den § 12 (6) der Straßenverkehrsordnung („Es ist platzsparend zu parken; das gilt in der Regel auch für das Halten“) werden 30 Zentimeter Radabstand zum Bordstein akzeptiert.

Es kommt tatsächlich vor, dass Mitarbeiter von Ordnungsämtern mit Linealen durch die Straßen gehen und nach Parksündern suchen - das Bußgeld in diesen Fällen beträgt 10 Euro.

7. Was kostet Abschleppen?

Das Abschleppen eines Autos beziffert sich zwischen 70 und 100 Euro. Hinzu kommen eine Verwaltungsgebühr sowie die eigentliche Geldbuße für das Vergehen. Zudem muss unterschieden werden, wer der eigentliche Auftraggeber für das Abschleppen ist: Ob Polizei, Ordnungsamt oder vielleicht Nahverkehrsgesellschaft - auch hier können die Kosten erheblich variieren. In der Regel musst du mit 150 bis 300 Euro rechnen.

Sieben Situationen, in denen abgeschleppt wird.

8. Halten in zweiter Reihe – erlaubt oder verboten?

Meistens ist es für die Mitmenschen kein Problem, wenn du kurz jemanden aus dem Auto springen lässt. Auf der juristischen Ebene jedoch stellt dies bereits eine Ordnungswidrigkeit (Mögliches Bußgeld: 20 Euro) dar.

Noch schlimmer wird es, wenn dabei auch noch die Warnblinkanlage angeschaltet wird. Überholt dich dein Hintermann und baut dabei einen Unfall, kann es auch für dich teuer werden – schließlich kann dir eine Mitschuld zugesprochen werden.


9. Parken am linken Straßenrand – wo darf ich das?

Die Straßenverkehrsordnung legt in §12 (4) eindeutig fest:
„Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren“.

Wer gegen diesen Paragraphen verstößt, muss mit einem Bußgeld von 15 Euro rechnen. Der Hintergrund dieses Verbotes ist das Verhindern von unnötigen Rangiermanövern und die damit einhergehende Beeinträchtigung des Straßenverkehrs. In Einbahnstraßen gilt diese Regelung nicht.

10. Auto verloren – Wie finde ich es wieder?

Laut einer Studie der Aachen Münchener mussten bereits zwei Drittel der Deutschen intensiver nach ihrem Gefährt suchen, weil sie schlichtweg vergessen hatten, wo sie es abgestellt haben. Digitales Zeitalter sei Dank gibt es dafür jetzt eine Lösung: Mit einem OBD2-Adapter und einer App von PACE findest du jederzeit dein geparktes Fahrzeug wieder.

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