Sparen will jeder. Doch ausgerechnet an der Tankstelle, wo die dicken Rechnungen am meisten wehtun, ist das Geldsparen am kompliziertesten. Wir haben für dich die besten Profi-Tipps fürs günstig Tanken herausgefunden.

Wenn du deine Tankrechnungen reduzieren willst, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Methoden. Vom Uhrzeit-Trick für den geübten Zeitmanager bis zu den besten Tank-Apps zeigen wir dir alle Möglichkeiten zum Sparen an der Tankstelle.

1. Billiger Tanken zur richtigen Zeit

Die günstigste Tankstelle finden mit dem SmartphoneBild: Shutterstock

Dieser Trick erfordert einen fest eingeplanten Tank-Termin in deinem Kalender. Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe hat ein klares Zeitmuster im Preisverlauf bei den Spritpreisen gefunden. Nach neuesten Erkenntnissen ist tanken abends günstiger. Allerdings musst du vor 20 Uhr tanken – danach wird es wieder teurer.

Je nach Tankstellenmarke ziehen die Benzinpreise zu unterschiedlichen Zeiten wieder an und werden zur Nacht hin immer teurer. Deshalb behalte deine Lieblingstankstelle eine Weile im Auge, um deren individuellen Preisrhythmus kennenzulernen und dann im richtigen Moment billig tanken zu können.

2. Die besten Tank-Apps

Android_Feature_graphic_1024x500_de.jpgBild: PACE Telematics GmbH

Jeder kennt mittlerweile Apps zum Tanken. Doch nicht jeder Autofahrer ist auch mit der Flut an Werbung einverstanden, die ihm mit der Nutzung dieser nützlichen Tank-Apps auf das Smartphone gespült wird. Auch fürchten viele User um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten.

Eine in Deutschland programmierte, werbefreie Tank-App wie PACE Drive ist deshalb bei sparwilligen Autofahrern willkommen. Sie ist bereits die zweite App für Autofahrer aus dem Hause PACE Telematics, einem Anbieter aus Karlsruhe, der nach höchsten Sicherheitsstandards seine multifunktionalen Service-Apps für Autofahrer programmiert und jederzeit einen zuverlässigen Support garantiert.

Hier geht es zum Download:

PACE Drive im App Store

PACE Drive im Google Play Store

In Puncto Nutzererlebnis gibt es keine großen Unterschiede zu anderen Tankstellen-Apps wie Clever Tanken & Co. Du kannst dir in jedem Fall sicher sein, dass die angezeigten Spritpreise aktuell sind.

3. Connected Fueling: Tanken mit dem Handy

Connected Fueling im Connected CarBild: Shutterstock

Knackige Rabatte kann es bei Anbietern von Connected Fueling (bargeldlos Tanken mithilfe deines Smartphones) geben. In den meisten Fällen sparst du hier eher bei Einkäufen im Tankstellenshop und zusätzlichen Serviceleistungen als beim Kraftstoff. Das hat den einfachen Grund, dass ein Tankstellenbetreiber bei Benzin und Diesel ohnehin schon kaum Gewinne erzielt und dir somit nur sehr schwer noch einen Rabatt auf Sprit geben kann.

Connected Fueling ist in den USA schon lange etabliert und in Deutschland gerade im Kommen. Wir halten dich über gute App-Anbieter und Tankstellenketten in nächster Zeit auf dem Laufenden.

4. Benzin und Diesel als Werbegeschenk

Oft gibt es Kooperationen zwischen Tankstellen und anderen Firmen, die dir zum Zwecke der Produktwerbung billiger Kraftstoff verkaufen. 1 – 2 Cent pro Liter Benzin und Diesel können da je nach Kooperation schon einmal gespart werden.

Halte am besten die Augen auf, wenn Automobilclubs, Baumärkte (z. B. Globus) oder Einkaufszentren ihre Newsletter verschicken, dann wirst du zumindest für eine Weile garantiert billiger tanken.

5. Verkaufstricks an Markentankstellen: Nicht beeinflussen lassen

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Zieht es dich auch oft magisch zur Markentankstelle statt zur kleinen billigen Tankstelle in der Nähe? Den Umweg kannst du dir wirklich sparen. Qualitativ gibt es keinen Unterschied, denn der Sprit kommt aus denselben Raffinerien. In Deutschland ist die Kraftstoffqualität gesetzlich geregelt.

Markentankstellen fügen zwar Additive hinzu, diese „Vitamine für den Motor“ haben aber bei modernen Autos keinen merklichen Vorteil.

Bei Autoreisen in ferne Länder mit schlechtem Kraftstoff ist es dennoch ratsam, sich mit den Nahrungsergänzungsmitteln fürs Auto einzudecken. Auch bei sehr alten Motoren kann ein Pflegemittel gegen Ablagerungen eine gute Idee sein.

6. Kreditkarte mit Tankrabatt

Tankstellenrabatte zwischen 1 und 2 Prozent gibt es auch bei manchen Kreditkartenanbietern. An diese Preisnachlässe kommst du natürlich nur über den Abschluss einer neuen Kreditkarte heran.

Beim Tanken mit Karte hast du die Qual der Wahl: Tankrabattkarten gibt es mit und ohne Jahresgebühr, inklusive Versicherungen, weltweiter Geldabhebungen, Reiserücktrittversicherungen oder sogar mit zusätzlichen Rabatten auf andere Verkehrsmittel. Die Anbieter sind z. B. BMW (American Express), ADAC, Santander und Volkswagen.

7. Schneller tanken: Füllstutzen schräg stellen

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Manche Dieselfahrer brauchen an bestimmten Markentankstellen einfach ewig Zeit: Der Füllstutzen schaltet sich kontinuierlich während des Tankvorgangs ab. Schuld ist ein zu hoher Druck, der der Zapfsäule signalisiert, dass der Tank bereits voll ist.

Mit einem leicht schräg gestellten Füllstutzen ist dieses Problem meistens bereits gelöst und du kannst mit gewohnt hoher Durchflussmenge schneller tanken.

In Extremfällen muss der Füllstutzen um 180 Grad gedreht sein, so dass der Griff beim Tanken nach oben zeigt. Manchmal reicht es aber auch schon, den Füllstutzen nicht komplett zu versenken, sondern ihn zu 2/3 herausstehen zu lassen.

8. Sparen beim Tanken mit Bonussystemen

Ob mit der Payback-Karte (der Tankstellen-Partner ist hier Aral), der Deutschlandcard (Esso) oder bei einer Reisebuchung: Punkte sammeln beim Einkaufen kannst du mittlerweile an vielen Orten.

Auch gibt es häufig mit Paketlieferungen oder in Zeitschriften Coupons, die deine Tankrechnung senken können. Auch mit Punktesammel-Apps wie z. B. der Payback-App oder der Deutschlandcard-App kann das Tanken günstig sein.

9. Tank voll? Nicht nachpumpen!

Ölflecken auf Asphalt 2Foto: Patrik Storm auf Unsplash

Ein oft gut gemeinter Extraschuss Sprit im Tank kann tatsächlich nicht nur deine Geldbörse, sondern auch deinen Autolack belasten. Allzu oft läuft nämlich beim Nachpumpen der überschüssige Sprit einfach wieder heraus. Deshalb lasse lieber die Abschaltautomatik der Zapfsäule entscheiden, wann dein Auto genug hat.

10. Der Trick mit dem Tankdeckel

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Hierbei geht es eher ums Zeitsparen als um die Tankrechnung: Wenn du schon einmal vergisst, von welcher Seite du an die Zapfsäule heranfahren musst, dann kann dir ein Blick auf dein Tachometer helfen. Ein kleiner Pfeil neben dem Tanksymbol zeigt dir in vielen Autos an, auf welcher Seite sich der Tankdeckel befindet.

Bonus: Die größten Tankstellen-Fails